Fotoausflug ins Brandenburger Schlaubetal – bezaubernde Natur

Mitte Juli ging es mit einem guten Freund ins Schlaubetal südöstlich von Berlin. Unser Ziel: Möglichst viele tolle Motive vor unsere Kameralinse zu bekommen. Er vor sein Tele- und ich vor mein Makroobjektiv. Schließlich soll es im Schlaubetal über 1.000 Pflanzenarten, wie zum Beispiel mehrere Orchideenarten und Farne und rund 140 Vogelarten geben.

Das Schlaubetal ist mir bis dahin völlig unbekannt gewesen. Es ist ca. 90 Autominuten von Berlin entfernt, wenn man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Die heutige Landschaft des Naturparks stammt aus der Weichseleiszeit. Das Tal erstreckt sich auf einer Fläche von rund 227 Quadratkilometern.

Das Wetter spielte ausnahmsweise einmal mit. Zumindest am frühen Mittag. Sonnenschein bei 24 Grad. Wir fanden dank Google maps relativ schnell einen Parkplatz. Im Wald direkt an der Schlaube gibt es einen wunderschönen Wander- und auch Radweg. Im Vergleich zu anderen Naturparks um Berlin (wie zum Beispiel der Spreewald) ist es sehr ruhig und nicht voll von Spaziergängern. Das war uns auch sehr wichtig, da wir nicht nur die dortigen Pflanzen, sondern auch die Tierwelt ablichten wollten. Also zumindest mein Kumpel mit seinem Teleobjektiv.

Allerdings plapperte ich wohl zuviel, denn Fischotter, Vogel und so liefen uns nicht über den Weg. 😉

Ein paar schöne Pflanzenaufnahmen konnte ich jedoch mitnehmen.

Für weitere Informationen zum Naturpark Schlaubetal gibt es einen sehr ausführlich Artikel bei Wikipedia. 

Libellenparadies Schlaubetal
Im Schlaubetal an der Schlaube leben sehr viele Libellen.
Gräser
Gräser
Im Schlaubetal wachsen neben Laubbäumen auch viele Kiefern und andere Nadelgewächse.
Im Schlaubetal wachsen neben Laubbäumen auch viele Kiefern und andere Nadelgewächse.
Der Spitzwegerich ist reizmildernd und leicht hustenlösend.
Eine Detailaufnahme vom Spitzwegerich.
Seerosen in Hülle und Fülle auf der Schlaube
Seerosen in Hülle und Fülle auf der Schlaube
Farn im Schlaubetal
Farn im Schlaubetal

Wilder Fenchel auf Sardinien – ein Duft von Anis liegt in der Luft

Wilder Fenchel im Mittelmeergebiet beheimatet

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich kurz den Wilden Fenchel genannt. Dieser ist auf Sardinien und generell im Mittelmeergebiet sehr weit verbreitet und, wie der Name schon sagt, verwildert. Ursprünglich ist die Pflanze im Mittelmeergebiet kultiviert worden.

Wenn es auf Sardinien nach Anis duftet…

Auffallend ist der anisähnliche Duft, der einem in die Nase steigt. Der Wilde Fenchel wächst ziemlich hoch – 40 bis 200 cm – und ist daher eigentlich nicht zu übersehen. Sehr schön filigran sind die Laubblätter anzusehen, die zwei- bis dreifach gefiedert und haarförmig geschlitzt sind. Damit kann man Fenchel sehr gut erkennen.

Wo wächst der Wilde Fenchel am besten und wofür wird er verwendet?

An einem warmen, trockenen Standort mit nährstoff- und basenreichem Lehm- oder Lössboden. Fenchel kennt jeder als Fencheltee oder Fenchelhonig, der sehr viele gesundheitsfördernde ätherische Öle enthält, aber auch Kieselsäure, Mineralsalze, Vitamin A, B und C. Fenchel wird als traditionelles Hausmittel bei Erkältungen und bei Störungen des Magen-Darmtraktes eingesetzt. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit und den Geschmack an den süßen Fenchelhonig mit Anisgeschmack erinnern. Jedes Mal, wenn ich erkältet gewesen bin, musste ich einen großen Esslöffel davon einnehmen. Ob ich wollte oder nicht.D ie sehr aromatischen Pollen des Fenchels können ebenfalls verwendet werden. Vor allem als Gewürz.

Fencheltee soll krebsfördernd sein.

Allerdings habe ich vor kurzem noch gelesen, dass gerade im Fencheltee die Stoffe Methyleugenol und Estragol enthalten sind, die krebsfördernd sein sollen. Nachzulesen beim Bundesinstitut für Risikobewertung.

Wilder Fenchel (lat. Foeniculum vulgare var. vulgare). Ausführlich nachzulesen auf Wikipedia. 

Dunkelgrüne bis leicht bläulich schimmernde Stiele des Wilden Fenchels.
Oristano ist bekannt für seine Feuchtgebiete, in denen die Flamingos ihre Jungen großziehen. Hier wächst viel Wilder Fenchel.
Riesengroße gelbe Dolden.
Auf Sardinien im Mai blühte der Fenchel mit großen Dolden bis zu zwei Meter hoch und war daher nicht zu übersehen.
Fencheltee, Fenchelhonig, Fenchelgewürz.
Fenchel ist eine sehr filigran aussehende Pflanze.
Vor zuviel Verzehr warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.
Wilder Fenchel oder allgemein Fenchel schmeckt hervorragend in Green Smoothies. Vorausgesetzt man mag den Anisgeschmack.
Charakteristisch ist der anisähnliche Duft, den die Heilpflanze ausströmt.
Wilder Fenchel wächst auf Sardinien überall.