Krokusse sind Frühblüher und damit unsere Frühlingsboten Nummer 1!

Krokusse kommen ursprünglich aus dem Orient, Nordafrika, aber auch aus Europa. Die in gelb, lila und weiß blühenden Knollengewächse sind unsere liebsten Frühlingsboten; denn sie sind meist der erste natürliche Farbkleks in Parks und in Gärten. Noch Wochen, bevor die Natur im großen Stil aus seinem Winterschlaf erwacht. Die Krokusse, die wir kennen, müssen mithilfe von Insekten bestäubt werden, damit es zur Blüte kommen kann. Krokusse gehören zur Gattung der Schwertliliengewächse. Genauso wie Gladiolen und Iris (Schwertlilien).

Safran ist eine Krokus-Art

Es gibt verschiedene Krokusarten. Eine davon ist das im Herbst blühende Safran. Das sehr beliebte und bekannte Gewürz kommt aus den Stempeln der Safran-Blüten. Interessant finde ich, dass Safran wegen eines dreifachen Chromosomensatzen unfruchtbar ist und nur durch die Teilung der Knollen vermehrt werden kann. Die Länder Iran, Afghanistan, aber auch der Mittelmeerraum Europas bauen Safran an. Hauptanbaugebiet ist der Iran. Die Safranfäden werden von Hand gepflückt! Eine sehr mühselige Arbeit, die auch den hohen Preis dieses Gewürzes rechtfertigt.

Krokusse blühen in vielen Berliner Parks

Anfang März bin ich im Biesdorfer Schlosspark gewesen. Ein Krokus-Traum! Hauptsächlich lila-farbene Krokusse dicht an dicht auf einer Fläche. Aber ihr müsst gar nicht soweit rausfahren. Auch im Volkspark Friedrichshain und im Bürgerpark Pankow gibt es diese Farbklekse zu sehen. Die Blütezeit von Krokussen beginnt im Januar und endet im April. Ihr habt also noch ein wenig Zeit, euch beim nächsten Parkspaziergang an den Krokussen zu erfreuen, bis sie von anderen Blumen abgelöst werden.

Krokusse gehören zur Gattung der Schwertliliengewächse.
In vielen Parks blühen derzeit Krokusse und wachsen zum Teil großflächig, wie im Biesdorfer Schlosspark.
Krokusse stehen meist eng zusammen. Die Knollen überwintern im Boden.
Krokusse stehen meist eng zusammen. Die Knollen überwintern im Boden.
Aber auch gelbe Krokusse sind ein toller Farbklecks!
Aber auch gelbe Krokusse sind ein toller Farbklecks!
Am schönsten finde ich die lila-farbenen Krokusse.
Am schönsten finde ich die lila-farbenen Krokusse.
Krokusse im Schlosspark Biesdorf
Die Krokusse blühen von Januar bis April in vielen Gärten und Parks.

Selfmade Schmucksteine aus echten Blüten

Findet ihr Do-It-Yourself (DIY) Produkte genauso toll wie ich? Das WWW ist derzeit überschwemmt davon. Massenware war gestern. Selbstgemachte Unikate sind absolut im Trend. Mittlerweile können wir fast alles selbermachen. Materialien für Schmuck und Co. gibt es entweder online zu kaufen oder im nächsten Baumarkt. Meistens fehlt uns dazu leider nur die Zeit. Manchmal auch das Geld, um sich besondere Materialien zuzulegen.

Ich bin letztens auf facebook auf ein tolles Schmucklabel aufmerksam geworden. Steinbienchen aus Österreich! www.steinbienchen.at. oder auch auf facebook: https://www.facebook.com/steinbienchen

steinbienchen fertigt allerlei Tragbares aus echten Pflanzen. Gefertigt wird auch auf Bestellung nach Wunsch – handbestempelte Messingplättchen mit Namen oder Datum machen die Stücke einzigartig.

Kurzentschlossen habe ich mich mit Andrea Ellmauer, der Inhaberin dieses Labels in Verbindung gesetzt und sie für Blumen sind Pflanzen interviewt:

BlumensindPflanzen: Andrea, was hast Du eigentlich beruflich gemacht, bevor Du Schmuckdesignerin geworden bist? Und war es in der ersten Zeit schwer, einen Kundenstamm aufzubauen? Schließlich gibt es ja sehr viele, die Schmuck selber entwerfen und herstellen.

Andrea Ellmauer (Steinbienchen): Ich habe als Kind schon viel gebastelt, Schmuck aus Silberdraht und Glasperlen hergestellt und wollte so lang ich denken kann, Goldschmied werden. Da ich aber keine Lehrstelle fand, besuchte ich die Handelsakademie, die mir nicht wirklich Spaß machte. Nach der Matura und einem Auslandsaufenthalt in England arbeitete ich in einer Bank, was aber auch sehr trocken und überhaupt nicht kreativ war. Also wechselte ich in ein Hotel an die Rezeption, wo mir der Umgang mit Menschen und Sprachen schon mehr Freude bereitete. Durch die Geburten meiner drei Kinder innerhalb von 3 ½ Jahren blieb ich zu Hause, arbeitete zwischendurch von daheim aus und jetzt, da die Kinder erwachsen sind, habe ich endlich Zeit, meine kreative Ader auszuleben. Ich habe mir einen Kundenstock im Internet aufgebaut, das lief ziemlich gut. Mittlerweile bieten extrem viele  selbstgemachten Schmuck an und ich musste mir etwas einfallen lassen. So bin ich auf die gepressten Blüten gekommen, hab viel mit Harz und anderen Einlassmischungen experimentiert.

Mit -steinbienchen- habe ich mir ein kleines Label aufgebaut, das sehr gut läuft. Meine Produkte verkaufe ich hauptsächlich auf Messen und in meinem online-Shop, auch wenn hier der Markt ziemlich voll ist. Vor allem Dolden und Margariten kann man bereits fertig eingelassen als Cabochons kaufen und muss sie nur mehr in Fassungen kleben. Darum versuche ich bei diesen Blüten durch die Wahl einer anderen Hintergrundfarbe und durch besondere Schmuckfassungen, die teilweise aus mehreren Einzelteilen bestehen, etwas aus der Masse hervorzutreten, damit man auch sieht, dass ich die Pflanzen selbst eingelassen habe.
BlumensindPflanzen: Welche Blumen sind deine absoluten Lieblingsblumen? Hast du einen eigenen Garten oder Balkon? Woher nimmst du die Blüten für deinen Schmuck?

Steinbienchen: Ich beziehe meine Inspiration und viele Pflanzen aus meinem Umfeld – ich gehe mit offenen Augen durch die Welt. Bei jedem Spaziergang habe ich mittlerweile ein Schächtelchen dabei, für alles, wie z. B. Moos, Farn, Disteln, Ahornsamen, Rinde, Zweige, Knospen, Waldrebensamen und auch Pflanzen, deren Namen ich gar nicht kenne. Mein Mann muss dann jedesmal warten und wir kommen oft nicht weit 🙂 Ich verwende als Hintergrund auch Textauszüge aus alten Büchern. Die Kraft des einzelnen Wortes bestimmt somit oft das Thema eines Anhängers.

Auch habe ich einen Garten, dort pflücke ich vor allem die üblichen Pflanzen wie z.B. Gänseblümchen, Lavendel, Mohnkapseln, Pusteblumen vom Löwenzahn. Ich verwende aber auch Pflanzen, die ich unter anderem zum Beispiel in Läden in einem Dekopotpourri oder in einer Gärtnerei oder in Kräutertees finde (man möchte nicht meinen, wie schön gelb z.B. Ringelblumen oder Huflattich aus einer Teemischung leuchten)… – vor mir sind keine Pflanzen sicher 🙂 Einiges stammt auch von Kunden selbst. Meine vierblättrigen Kleeblätter z.B. wurden ein Leben lang von einer lieben alten Dame gesammelt, die ich für sie zu vier Anhängern verarbeitet habe. Alle anderen durfte ich behalten. Auch Holzspäne oder Holzwolle, die als Verpackung für Weinflaschen dienen, machen sich wunderbar in einem Anhänger, auf dem z.B. die Worte …Wald, Baum… zu lesen sind. Der Phantasie sind absolut keine Grenzen gesetzt.

Eine Lieblingsblume habe ich keine. Mir persönlich gefallen einzelne, im Wald gefundene Pflanzen wie Waldrebensamen viel besser als Blüten, die ich häufig verwende, wie z.B. Vergissmeinnicht. Die größere Nachfrage besteht allerdings nicht nach diesen Einzelstücken, die ich so besonders schön finde, sondern nach dem, was man häufiger bekommt, wie z.B. Dolden, Pusteblumen und Margariten.

BlumensindPflanzen: Wie machst du diese Blumen für den Schmuck haltbar? Spezielle Technik? Wie lange „sitzt“ du insgesamt an einem Schmuckstück?

Steinbienchen: Anfangs habe ich nur Bilder und Glasperlen für meinen Schmuck verwendet. Die Kunst des Selbermachens besteht für mich darin, aus all diesen Einzelteilen mit Pflanzen, Buchauszügen und Farbe ein stimmiges Ganzes zu kreieren. Nicht alles hat so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte – doch nach vielen Nachtschichten, verklebten Fingern, grün angelaufenen Hintergrundbildern und „verhauten“ Schmuckstücken, habe ich meine ganz eigene Technik gefunden, die gleichzeitig mein Betriebsgeheimnis ist und die je nach Blüte varriert. Eingeklebt werden diese so entstandenen Glas-Pflanzen-Steine dann in fertige Schmuckfassungen, die ich zukaufe. So wie ein Schneider Stoffe nicht selbst webt, Garn nicht selbst spinnt und fertige Knöpfe und Reißverschlüsse kauft, kaufe ich Schmuckfassungen/-elemente sowie das Glas.

Von der Pflanze bis zum fertigen Schmuckstück sind es viele Arbeitsschritte, kein Anhänger kann einfach mal so in ein paar Minuten fertig gestellt werden. Das Sammeln, Pressen, Einlassen, Trocknen, Lackieren, Einkleben usw… dauert seine Zeit und zieht sich über gut 1-2 Wochen, je nach Art der Pflanze und ob ich sie selbst gepflückt oder z.B. aus einem Potpourri oder fertig aus einem Laden oder vom Gärtner habe. Vieles presse ich auch auf Vorrat, sodass ich bei Sonderbestellungen mit Kundentexten oder Kundenbildern die passende Blüte parat habe.

Viele Anhänger sind aber auch Einzelstücke, die zufällig entstanden sind, und die ich so gar nicht mehr herstellen kann, da allein schon die Wörter aus den Büchern nicht nochmals vorkommen oder auch das Einlassen bei einigen Pflanzen nicht so gut funktioniert hat. Außerdem verändern sich Blüten, da sie ein Naturprodukt sind, und können mit der Zeit ihre Farbe verlieren oder verblassen. Dies ist nicht bei allen Blüten gleich, hier verändern sich Vergissmeinnicht besonders stark und können gelblich werden. Es ist immer ein Experiment, da man nie weiß, wie lange die Farbe hält, denn wirklich haltbar machen, kan ich Pflanzen hier nicht. Die Form bleibt, aber die Farbe vergeht. Vor allem bei Sonnenlicht bleicht die Pflanze schneller aus. Wer nicht möchte, dass sein Vergissmeinnicht im Anhänger heller wird, der muss eben ein Foto einer Blüte und keine echte Blüte tragen. Aber genau diese Veränderung verleiht den Stücken auch etwas Magisches. Nichts bleibt ewig. Alles ist im Fluss. Das Leben ist Veränderung.

BlumensindPflanzen: Was möchtest du dem Leser noch mit auf den Weg geben?

Steinbienchen: Ich bin dankbar dafür, dass ich meine Berufung zum Beruf machen durfte. Ich denke, dass jeder im Leben etwas besonders gut kann und dass man seine Ziele stets im Auge behalten sollte, auch wenn manches seine Zeit dauert. Alles was man auf dem Weg zum Ziel tut, sollte man mit soviel Freude wie möglich machen, alles hat seinen Sinn. Man muss nur dran bleiben, irgendwann kommt man ans Ziel. Auch wenn es bei mir ein halbes Jahrhundert gedauert hat 🙂 Hartnäckigkeit lohnt sich und auch hier gilt: Das Leben ist Veränderung.

Von der Pflanze bis zum fertigen Schmuckstück sind es viele Arbeitsschritte, kein Anhänger kann einfach mal so in ein paar Minuten fertig gestellt werden. Das Sammeln, Pressen, Einlassen, Trocknen, Lackieren, Einkleben usw... dauert seine Zeit und zieht sich über gut 1-2 Wochen, je nach Art der Pflanze.
Von der Pflanze bis zum fertigen Schmuckstück sind es viele Arbeitsschritte, kein Anhänger kann einfach mal so in ein paar Minuten fertig gestellt werden. Das Sammeln, Pressen, Einlassen, Trocknen, Lackieren, Einkleben usw… dauert seine Zeit und zieht sich über gut 1-2 Wochen, je nach Art der Pflanze.
Vierblättrige Kleeblätter, die von einer älteren Dame gesammelt wurden.
Vierblättrige Kleeblätter, die von einer älteren Dame gesammelt wurden – nun in einem Schmuckstein verarbeitet.
Gefertigt wird auch auf Bestellung nach Wunsch - handbestempelte Messingplättchen mit Namen oder Datum machen die Stücke einzigartig.
Gefertigt wird auch auf Bestellung nach Wunsch – handbestempelte Messingplättchen mit Namen oder Datum machen die Stücke einzigartig.
Entstehungsprozess eines Schmucksteins. Fotos: Andrea Ellmauer
Entstehungsprozess eines Schmucksteins. Fotos: Andrea Ellmauer
Andrea Ellmauer mit ihrem Label steinbienchen auf dem Dawanda Designmarkt in München (Sommer 2014): "Letzter prüfender Blick vor dem Messestart"
Andrea Ellmauer mit ihrem Label steinbienchen auf dem Dawanda Designmarkt in München (Sommer 2014): „Letzter prüfender Blick vor dem Messestart“

Aktuelle Ausstellungs-/Messe-Termine von Steinbienchen:

*SALZBURG, Gwandhaus, 14.-15. März.
*LINZ, Tabakfabrik, 21.- 22. März
*AMSTETTEN, feierl. Neueröffnung Autohaus Schneckenleitner, 10.-11. April
*WELS, Kreativmesse Wels, 17./ 18./19. April
*INNSBRUCK, Hafen, 25.-26. April
*SALZBURG, Gwandhaus, 9.-10. Mai
*SALZBURG, Brotfabrik, Mai/Juni ? (genaues Datum folgt)
*D-PASSAU, Redoute Säle, 6.-7. Juni
*SEEHAM, Thurerhofs Kräuterwelt 5. Juli

In diesen Geschäften gibt es Steinbienchens Blumenschmuck zu kaufen:
*VillaNo.9
Wiener Str. 24
A-3300 Amstetten*
.
*JuSt taschen + mehr
Jutta Steinbauer
Vorstadt 2
D-94486 Osterhofen*
.
*Vienna to go
linke Wienzeile 40/17
A-1060 Wien*

Welche Blumenerde ist für welche Pflanzen geeignet? Teil I

Es ist Anfang März! Die frühe Dunkelheit hat endlich wieder ihr Ende. Die Pflanzzeit kann beginnen, und ich kann es kaum erwarten, meine Pflanzgefäße und Blumentöpfe für den Balkon zu rüsten und auf der Fensterbank mit der Aussaat von Tomatenpflanzen und Co. loszulegen. In den vergangenen Jahren habe ich mir kaum Gedanken zum Thema Blumenerde gemacht, sondern direkt die günstigste Erde vom Asiaten gekauft, der direkt bei mir um die Ecke zu finden ist. Einmal habe ich getrocknete Erde in gepresster Form von Ikea mitgenommen. Meinen Pflanzen hat beides bisher nicht geschadet. Zumindest nicht auf den ersten Blick. 

Da dieses Jahr, das Internationale Jahr des Bodens ist, habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema beschäftigt. Der Satz eines Gärtners aus einer TV-Dokumentation, die ich mir in der letzten Woche angesehen habe, hängt mir noch in den Ohren: „Du bist, was du isst. Und das gilt auch für Pflanzen.“ Damit hat er natürlich Recht: Das, was die Pflanzen an Nährstoffen aus der Erde bekommen und verwerten, nehmen letztendlich wieder wir Menschen auf.

Dazu gibt es hier die TV-Ratgebersendung vom NDR nachzuschauen…: NDR Ratgeber zum Thema Blumenerde.

Weitere Informationen gibt es auch von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt und Stadtentwicklung hier. 

Es gibt sehr viele Anbieter von Blumenerde. Zwei Marken im Vergleich.

Zuerst bitte die Erde des letzten Jahres aus den Töpfen und Balkonkästen entfernen, falls ihr dies nicht schon bereits im Herbst getan habt. Die „alte“ Erde ist bei euch wahrscheinlich auch völlig von kleinen Wurzeln durchzogen und damit ziemlich nährstoffarm. Neue Pflanzen benötigen aber ausreichend Nährstoffe!

Ich habe nun verschiedene Erden zur Auswahl. Für meine Kräutertöpfe habe ich von der Marke Prestoplant Bio Kräuter- und Aussaaterde besorgt. Ebenfalls von Prestoplant ist auch ein 15 Liter Sack Bio Tomaten- und Gemüseerde und ein 20 Liter Sack torffreie Bio Erde, die „universell“ einsetzbar ist. In diesem Jahr möchte ich mich hauptsächlich auf Tomaten konzentrieren und noch wesentlich mehr davon anpflanzen als vergangenes Jahr. Zum Vergleich habe ich zusätzlich aus dem Baumarkt der Marke Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde sowie Ballino Blumenerde (ebenfalls von Greenworld) eingekauft.

In den nächsten Tagen werde ich mit der Anzucht meiner Tomaten und anderen Pflanzen starten und an den Töpfen markieren, welche Erde in welchem Topf steckt, um später vergleichen zu können und euch mögliche Unterschiede mitzuteilen. Ich bin gespannt, welche Erde das Rennen machen wird!

Kleiner Hinweis: Bevor ihr euch Blumenerde, Kräutererde, Anzuchterde etc. kauft, kalkuliert grob, wie viel Liter ihr benötigt, damit ihr nicht zweimal fahren müsst. Das spart Zeit und Nerven; denn so ein Sack Blumenerde in den vierten Stock zu hieven (OHNE Aufzug) kann Rückenschmerzen verursachen…!

Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Greenworld Ballino Blumenerde
Greenworld Ballino Blumenerde

 

 

                                                                                                                                                                       

         

Balkon Blumen für die Bienen in der Stadt

Heute ist in Berlin endlich wieder Sonnenschein. Nix mit Wolken. Nur ein Blau in Blau. Ich möchte am liebsten jetzt schon auf meinem Balkon sitzen und Blumensamen säen. Naja, erstmal noch die alten entfernen und ab in den Biomüll. Für mich steht fest, dass ich in diesem Jahr ganz viele Tomaten ernten möchte. Das hat mit ein paar wenigen Pflanzen bereits im letzten Jahr hervorragend geklappt. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden.

Worauf stehen Bienen und Co.?

Aber auch hübsche Blütenpflanzen sollen her. Aber welche? Am besten welche, die nicht nur schön aussehen und pflegeleicht sind, sondern auch den Bienen und Hummeln dieser Stadt nützen. Doch worauf fliegen die Bienen und die Hummeln und evtl. auch die Schmetterlinge?

Bienen-App und Bienenlexikon

Da gibt es jede Menge! Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft – kurz BMEL – hat ein super übersichtliches Bienenlexikon herausgegeben. Granatengeil! Sehr her… Bienenlexikon

Kapuzinerkresse, Kornblumen, Brombeere, Bienenfreund (Phacelia), Ringelblume (Calendula), Rosmarin, Salbei, Winterheide, Sonnenbraut, Borretsch… Alle diese Blumen und Kräuter werden in dem Lexikon gut dargestellt mit Hinweisen zum Blütezeitraum und zum Standort.

Ohne dies zu wissen, hatte ich bereits im vergangenen Sommer einige Pflanzen davon auf meinem Balkon platziert.

Das BMEL hat auch eine Bienen-App publiziert. Kostenlos.In dieser App sind die einzelnen bienenfreundlichen Pflanzen auch aufgeführt und gut erklärt. Es lohnt sich also, sie herunterzuladen.

Wer von euch sogar einen eigenen Garten hat, mit vielen Gänseblümchen auf dem Rasen: Bitte mäht sie nicht gleich wieder weg, wenn der Rasen mal einen Zentimeter höher ist, als der vom Nachbarn… Erstens macht Rasenmähen Krach, kostet Energie und ihr vernichtet wertvollen Nektar für die Insekten, die sie aus den Gänseblümchen beziehen!

Phacelia – eine besonders bienenanziehende Pflanze

Jetzt weiß ich auch, wie die Pflanze mit den schönen fliederfarbenen Blüten heißt, die mir bis in den späten September hinein den Blick versüßte: Phacelia oder auch Bienenfreund genannt. Umgangssprachlich sind auch Bezeichnungen wie Bienenweide, Büschelschön oder Büschelblume verbreitet. Der Gattungsname Phacelia leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet Büschel. Die Pflanze wird von Imkern auf großen Flächen genutzt, da rund ein Hektar bis zu circa 500 Kilogramm Honig hervorbringen kann.

Zudem zählt Phacelia zu den sogenannten Gründüngungspflanzen oder auch Bodenverbesserer.

„Mit ihrem dichten Wurzelsystem nutzt sie die Nährstoffvorräte im Boden gut aus und übergibt sie nach Verrottung leicht an die Nachfolgefrucht. Sie hinterlässt eine dicht durchwurzelte, gare Krume. Die feingliedrigen Blätter führen zu einer sehr guten Bodenbeschattung und wirksamen Unkrautunterdrückung. Die hohen Mengen organischen Materials, die im Boden verbleiben, erhalten oder erhöhen den Humusgehalt und damit die Ertragfähigkeit der Böden. Dadurch wird die Bodenstruktur verbessert, und die Ertragsicherheit nimmt langfristig auch auf leichteren Böden zu.“ (Quelle: Wikipedia).

Die krautigen Pflanzen sind meist behaart.

Die Pflanze erfriert bei Temperaturen unter minus 5 °C.
Im Spätherbst ist die Phacelia perfekt für die Gründüngung. Sie ist nicht winterhart und liefert, im darauffolgenden Frühjahr untergegraben, wirksame Nährstoffe.
Gänseblümchenblüten werden volksheilkundlich als Heilmittel bei Hauterkrankungen, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet.
Da Bellis perennis eine Speicherpflanze ist, überlebt sie den Winter im Schnee.
Ringelblumen dienen als natürlicher Pflanzenschutz.
Die Ringelblume wird als Heilpflanze geschätzt und vertreibt Schädlinge.
Die blauen Blüten verfügen über leuchtende Strichsaftmale, die für bestäubende Insekten sichtbar sind.
Borretsch ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Raublattgewächse.
Auf der Suche nach Nektar
Hummel im Anflug auf blaue Trichterwinde.

 

 

2015 ist Internationales Jahr des Bodens

Ohne Boden unter den Füßen stehen wir ziemlich schlecht da. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ich habe mich in meinen vergangenen Beiträgen überwiegend mit Pflanzen an sich beschäftigt und mich bisher nicht wirklich gefragt, wo kommen denn diese Pflanzen her bzw. was ist ihre Lebensgrundlage? Es ist der Boden. Unsere Erde. All das Gemüse und Obst, all die bezaubernden Blumen. Unser Wald! All dies zieht sein Leben aus dem nährstoffreichen Boden und versorgt uns wiederum mit wichtigen Mineralien, Nährstoffen und Vitaminen.

Ich finde es toll und gleichzeitig dringend notwendig, dass die Vereinten Nationen dieses Jahr zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen haben, nachdem der IUSS (International Union of Soil Science) und der Thailändische König Bhumipol einen Antrag an die UN gestellt haben, dieses Jahr so zu benennen. 160 Staaten haben diesen Antrag im Rahmen des FAO World Council verabschiedet.

Wir trampeln täglich auf dem Boden herum. Unzählige Male jede Sekunde auf der ganzen Welt, ohne dabei an die Folgen zu denken. Wir wollen immer das frischeste Obst und Gemüse (möglichst billig), wir wollen ein eigenes Haus (am liebsten neu bauen). Wir wollen ein eigenes Auto. Um damit fahren zu können, benötigen wir Straßen. Wir wollen große Supermärkte und Konsumtempel mit möglichst großem Parkplatz. Aber wir wollen gleichzeitig eine naturbelassene Umwelt.

„Bodenversiegelung durch Siedlungs- und Straßenbau führt dazu, dass auch heute noch Böden in unverantwortlich hohem Ausmaß für andere Nutzungen unwiederbringlich verloren gehen.“ (Quelle: Website des BGR)

Wir müssen uns darüber bewusst werden, dass wir auf Dauer nicht mehr alles haben können. Manche Dinge sind endlich. So auch die Ressourcen unserer Erde und damit die Nährstoffe unserer Böden. Darum soll mit dem Ausruf des Internationalen Jahr des Bodens (International Year of Soils) eine Plattform geschaffen werden, die zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Schutzes der Böden dient. Die Koordinierung der Aktivitäten auf nationaler Ebene wird gemeinsam von BMUB und Umweltbundesamt (UBA) durchgeführt.

Wirkungsweise organischer und mineralischer Nährstoffe (Ausschnitt aus der Grafik „Wie Dünger den Untergrund belebt – oder zerstört“ siehe unten). Foto: Heinrich-Böll-Stiftung u.a. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat zu diesem Anlass den Bodenatlas herausgegeben. Ihr könnt euch das Magazin auch als pdf herunterladen: http://www.boell.de/sites/default/files/bodenatlas2015.pdf

Hier seht ihr das offizielle Video des Year of Soils:

http://www.youtube.com/watch?v=TqGKwWo60yE

Hier geht es zur deutschsprachigen Fassung:
http://globalsoilweek.org/media-publications/videos/lets-talk-about-soil/

Alles zum Thema Boden auf der Website des BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe):
http://www.bgr.bund.de/Boden

Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Nährstoffreicher Boden ist wichtig für die meisten Pflanzen.
Samen benötigen zum Wachsen nicht nur Wasser und Sonnenlicht, sondern auch den Boden, in dem sie sich verwurzeln können, um daraus ihre Nährstoffe zu ziehen.

Was mache ich mit meinem Glücksklee?

Sucht man auf einer Wiese nach einem vierblättrigen Kleeblatt, so kann man mitunter lange suchen; denn diese sind extrem selten. Bei uns ist eher das dreiblättrige Kleeblatt geläufig. Ein vierblättriges ist eher eine Mutation – eine Ausnahme von der Regel. Da ein vierblättriges Kleeblatt jedoch als Glücksbringer gilt und nicht ein dreiblättriges, wurde es ursprünglich Anfang des 19. Jahrhunderts in England als Zierpflanze eingeführt. Seine natürliche Herkunft ist allerdings Mexiko und die nordwestliche Region des Himalaya. Der Klee hat sich mittlerweile auch in Europa und Asien, aber auch in Australien, Afrika und Nordamerika ausgebreitet.

Der Glücksklee wird auch vierblättriger Sauerklee genannt und gehört zur Gattung Sauerklee. Seine Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Sie kennen den Glücksklee wahrscheinlich hauptsächlich von Ihrem Floristen nebenan, der ihn in kleinen Töpfchen mit weiteren Glücksbringern, wie ein goldenes Hufeisen aus Papier, einen Schornsteinfeger und einen kleinen Fliegenpilz aus Plastik versehen ist.

Ich habe zu Silvester auch ein Töpfchen mit diesem Klee geschenkt bekommen. Da der Klee mehrjährig ist, sollten Sie ihn im neuen Jahr nicht einfach wegwerfen, sondern pfleglich behandeln und im Frühjahr evtl. auf Ihrem Balkon oder in Ihrem Garten auspflanzen.

Ich habe gerade das Problem, dass er auf der Fensterbank in der Küche steht und die Heizungsluft ihn stark austreiben lässt, so dass einige Stiele sich nach oben ranken. Er sieht aus wie Kraut und Rüben. Immerhin hat der Glücksklee eine Wuchshöhe von bis zu 20 Zentimetern.

Jetzt schon auf den Balkon bringen, sollten Sie vermeiden. Der vierblättrige Sauerklee ist nicht winterhart. Er mag einen hellen und vor allem kühlen Platz. Licht ist sehr wichtig. Heizungsluft lässt ihn ungleichmäßig wachsen.

Wenn Sie keine Lust haben, Ihren Glücksklee jetzt zu pflegen oder weil Sie es nicht können, weil Sie überall in der Wohnung die Heizung anhaben, dann lassen Sie ihn eintrocknen. Die Blätter bilden sich dann zurück und die kleinen Knollen können kühl und trocken bis zum Frühling überwintern. Ich freue mich schon auf die Blüten des Glücksklees und bin gespannt, ob diese weiß oder purpur sein werden.

Glücksklee ist vierblättrig und gibt es sehr günstig bei Ihrem Blumen- und Pflanzenverkäufer nebenan.
Glücksklee ist vierblättrig und gibt es sehr günstig bei Ihrem Blumen- und Pflanzenverkäufer nebenan.
Der vierblättrige Sauerklee wächst bei uns nicht auf der Wiese, sondern wird vor allem als Glücksbringer für Silvester herangezogen und verkauft.
Der vierblättrige Sauerklee wächst bei uns nicht auf der Wiese, sondern wird vor allem als Glücksbringer für Silvester herangezogen und verkauft.

Rote Rosen, rosa Rosen, gelbe Rosen, weiße Rosen…

Ja, es gibt sie in vielen Farben – die „Königin der Blumen“ – wie es heißt.

Rosen sind wirklich sehr schöne Zierpflanzen, aber zum Teil leider auch schon sehr überzüchtet. Die Rosenzüchtung begann vor rund 2000 Jahren. Die Früchte von Rosen sind übrigens Hagebutten!

Wenn ihr wissen wollt, wie ihr aus Hagebutten Tee selbst macht…. Hier entlang…

Der Gärtner unterscheidet zwischen Wildrosen und Kulturrosen. Rote Rosen gelten seit dem Altertum als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische. An dieser Stelle möchte ich einmal wieder auf Wikipedia verweisen. Das Portal bietet euch einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema Rosen: Wikipedia – Rosenartikel.

Wusstet ihr, dass jede dritte Rose, die an Valentinstag verkauft wird, aus Kenia stammt? Der Anbau von Rosen bietet den Menschen dort zwar viele Arbeitsplätze, aber gleichzeitig wird die Natur und das gesamte Ökosystem dort stark zerstört. Durch die Düngung und das Besprühen der Rosen mit Pestiziden gelangen diese Gifte ungefiltert ins Abwasser und schaden dabei Tier und Mensch und den anderen dort heimischen Pflanzen. Diese Infos habe ich aus einem interessanten Artikel der FAZ Online. Hier in voller Länge: „Rosen aus Kenia“.

Ein weiterer Artikel zu diesem Thema habe ich auf Zeit Online entdeckt: „Rosenkrieg“.

Meine Empfehlung: zum Valentinstag müssen es nicht immer Rosen sein! Wie wäre es mit einem handgeschriebenen Gedicht?!

Rote Rosen sind die farblich beliebtesten Rosen. Sie gelten als Symbol der Liebe. Foto: Andreas Lindow
Rote Rosen sind die farblich beliebtesten Rosen. Sie gelten als Symbol der Liebe. Foto: Andreas Lindow
Eine lachs-rosafarbene Rose aufgenommen von Andreas Lindow.
Eine lachs-rosafarbene Rose aufgenommen von Andreas Lindow.
Weiße Rosen gelten als geheimnisvoll. Foto: Andreas Lindow
Weiße Rosen gelten als geheimnisvoll. Foto: Andreas Lindow
Foto: Steffen Kalitta
Gelbe Rosen gibt es im Rosengarten im Golden Gate Park in San Francisco.
Bei einem Besuch in San Francisco darf ein Abstecher im Rosengarten des Golden Gate Parks nicht fehlen. http://www.golden-gate-park.com/rose-garden.html
Bei einem Besuch in San Francisco darf ein Abstecher im Rosengarten des Golden Gate Parks nicht fehlen. http://www.golden-gate-park.com/rose-garden.html
Roseninfografik
Roseninfografik, Quelle: Bakker Holland

Blüten als Broschen, Anstecker, Ringe – atemberaubendes Schmuckdesign

Durch Zufall bin ich drauf gestoßen. Ich glaube via Pinterest, als ich meine Seele mithilfe von schönen Blumenmotiven und Designobjekten einmal wieder baumeln lassen wollte. Äußerst filigraner Blumenschmuck in Form von Broschen, Anstecknadeln und Fingerringen in Silber und aus hauchdünnem Papier entdeckte ich. Die Kreative, die hinter diesen elfenhaften Accessoires steckt, ist Sabrina Meyns. Sabrina Meyns aus Irland. Ich fragte sie danach, ihre Fotos von ihren Werken veröffentlichen zu dürfen. Zwei Wochen später endlich dann die positive Antwort. Leider habe ich auf eine weitere Mail an sie mit einigen Fragen zu ihrem Werdegang, wo und ob man die Schmuckstücke käuflich erwerben kann, bisher noch keine Antwort erhalten. Sobald mir diese vorliegen, ergänze ich diesen Beitrag. Jetzt genießt den Augenschmaus!

Auf Pinterest könnt ihr Sabrina Meyns folgen: http://www.pinterest.com/sabrinameyns/

Blumenbroschen sind das Trendaccessoire ab 2015! Design: Sabrina Meyns, Foto: Sylvain Deleu
Blumenbroschen sind das Trendaccessoire ab 2015! Design: Sabrina Meyns, Foto: Sylvain Deleu
Ich möchte auch so ein Schmuckstück haben. Es sieht so vollkommen aus! Foto: Sylvain Deleu
Ich möchte auch so ein Schmuckstück haben. Es sieht so vollkommen aus! Foto: Sylvain Deleu
Blumenringe. Adorable!
Blumenringe. Adorable! Foto: Sylvain Deleu
Design: Sabrina Meyns, Fotos: Sylvain Deleu
Design: Sabrina Meyns, Fotos: Sylvain Deleu

Der Brautstrauß – welche Blumen sind beliebt?

Heiraten ist was Tolles, wenn man den Mann fürs „Leben“ gefunden hat! Die einen heiraten ganz klein nur für sich, die anderen riesengroß standesamtlich und kirchlich am selben Tag und andere wiederum feiern ihre Hochzeit gleich mehrere Tage am Stück! So eine Hochzeit ist schon ein großes Ding. Die Optik steht an diesem Tag absolut im Vordergrund und Mann und Frau geben dafür so richtig viel Geld aus. Oft nach dem Motto: koste es was es wolle, denn heiraten tut man ja eigentlich nur einmal im Leben!

An diesem Tag darf ein besonderer Hingucker auf keinen Fall fehlen: der Brautstrauß! Was wäre eine Braut ohne ihn? Der Brautstrauß ist neben dem Bräutigam als schönes Accessoire und dem himmelbezauberndsten Brautkleid und natürlich den Ringen – meiner Meinung nach – das wichtigste Accessoire an diesem Tag!

Den Brauch des Brautstraußes gibt es seit der Renaissance. Da das Thema Hygiene während dieser Epoche nicht so groß geschrieben wurde und in der Kirche während der Trauung zusätzlich noch Weihrauch verteilt wurde und somit einiger Mief zusammenkam, half der Strauß, der zu der Zeit stark duftend daher kam, vor einem Ohnmachtsanfall der Braut.

Wie sieht denn so ein Brautstrauß aus? Regeln gibt es dafür eigentlich keine! Blumen sollten es sein oder zumindest etwas Pflanzenartiges! Die meisten, die ich bisher gesehen habe, enthalten Rosen. Rosen in Rosa, Rosen in Rot, Rosen in Weiß! Alles dabei! Dabei gibt es natürlich noch wesentlich interessantere Blütenpflanzen, die sich für die Hochzeit eignen. Was meint ihr? Wie sollte euer Brautstrauß aussehen? Oder wie sah er aus?

Brautstrauß für eine standesamtliche Hochzeit. Nicht in Weiß.
Brautstrauß für eine standesamtliche Hochzeit. Nicht in Weiß. Foto: Kathrin Rehling-Dückinghaus
www.christineconstantine.co.uk/
Ein Brautstrauß, der nur aus weißen Rosen besteht, kann dennoch gerade wegen seiner Schlichtheit ins Auge fallen und wirkt elegant. Foto: Christine Constantine, www.christineconstantine.co.uk

 

Ein in Weiß gehaltener Brautstrauß.
Julia Schick macht wunderschöne Hochzeitsfotografie. Website: www.juliaschickfotografie.de
Rosa Rosen mit violetten und weißen Blüten kombiniert.
Rosa Rosen mit violetten und weißen Blüten kombiniert. Foto: Julia Schick

Das leuchtende Blau der Kornblumen wirkt magisch!

Kornblumen begleiten mich fast schon mein Leben lang. Ich bin in einem kleinen Dorf groß geworden mit vielen Gersten-, Roggen- und Maisfeldern und drum herum das Wiehengebirge und der Teutoburger Wald. An den trockenen Rändern dieser Kornfelder wächst die Kornblume. Daher auch ihr Name. Die einjährige Pflanze steht oft direkt mit roten Mohnblumen (Klatschmohn) und Kamilleblüten. Die Kornblumen haben im Vergleich zum Klatschmohn den Vorteil, dass die Blütenblätter nicht abfallen, wenn sie gepflückt werden, um zuhause in der Vase ihr Blau zur Schau zu tragen für eine hübsche natürliche Deko im Vergleich zu Schnittblumen.

Das Blau der Blüten erhält die Pflanze vom so genannten Anthocyanidin und dem Cyanidin. Nur durch eines Eisen-Magnesium-Komplexes erscheint der eigentlich rote Farbstoff Cyanidin blau.

Die Sage zur Kornblume

Blau gilt als die Farbe der Treue. Daher waren die Kornblumen vor allem im 16. Jahrhundert sehr beliebt, so dass sie vermehrt angepflanzt wurden. Einer Sage nach besagt, dass solche Blumen aufgrund ihrer Farbe nur direkt vom Himmel entsandt werden konnten. Der Himmel soll sich einst beklagt haben, dass die Getreidefelder ihm keine Gaben sandten. Dass die Ähren nicht zum Himmel hinauf konnten. so beschloss er, zu den Feldern herabzukommen und ließ diese blauen Blumen als Teile des Himmels zwischen den Ähren wachsen. (Quelle: Die Sprache der Blumen, Marina Heilmeyer, 2000).

Kornblumen blühen in der Regel von Juni bis Oktober. Auf meinem Balkon blühen sie sogar jetzt noch – Mitte November!

Hier ein paar Fakten:

Wissenschaftlicher Name: Centaurea cyanus

Ordnung: Asternartige (Asterales)

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Unterfamilie: (Carduoideae)

Gattung: Flockenblumen (Centaurea)

Art: Kornblume

Die Kornblume ist eigentlich im östlichen Mittelmeerraum heimisch.
Mittlerweile gibt es auch weiße und rosafarbene Kornblumen.
Durch die Überdüngung in der Landwirtschaft ist die blaue Blütenpflanze fast ausgestorben und steht daher unter Naturschutz!
Durch die Überdüngung in der Landwirtschaft ist die blaue Blütenpflanze fast ausgestorben und steht daher unter Naturschutz!
Kornblumen sind auch Heilpflanzen. Ihre Bitter- und Gerbstoffe sollen bei Beschwerden des Verdauungsapparates helfen.
Kornblumen sind auch Heilpflanzen. Ihre Bitter- und Gerbstoffe sollen bei Beschwerden des Verdauungsapparates helfen.
Dieses Bild entstand im Sommer dieses Jahres.
Dieses Bild entstand im Sommer dieses Jahres.
Die Blüten der Kornblumen sind in einem intensiven Blau.
Die Blüten der Kornblumen sind in einem intensiven Blau.
Das Herbstlicht bricht sich im Glas mit den Kornblumen.
Diese Kornblumen habe ich tatsächlich frisch von meinem Balkon gepflückt.