Die Pfaueninsel – Schlüsselblume, Wunderlauch und hohler Lerchensporn

Am 19. April bin ich mit meinem Mann und guten Freunden auf der Berliner Pfaueninsel gewesen. Wir hatten perfektes Frühlingswetter und setzten mit einer Fähre rüber. Ich mit meiner Canon 5D Mark II bewaffnet. Die Pfaueninsel ist 67 Hektar groß und gehört seit 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe. Weitere Infos hier: Wikipedia

Von Pfauen und schönen Pflanzen

Die Insel erstrahlte in einem zarten Frühlingsgrün. Und ich hielt fleißig Ausschau nach den Pfauen, die dort frei herumlaufen. Doch neben den wunderschönen Pfauen, die uns ab und zu begegneten, faszinierte die Flora um einiges mehr. Es gibt sehr viel Wald auf der Insel. Wald nimmt dort die meiste Fläche ein. Vor allem Eichen sind dort anzutreffen, aber auch andere Baumarten, wie zum Beispiel Ginkgo oder Weiße Maulbeere, die bereits im 19. Jahrhundert gepflanzt worden sind.

Die Echte Schlüsselblume

Ich entdeckte die Echte Schlüsselblume (Primula veris) auf einer begrasten Freifläche. Sie wuchs dort in kleinen Grüppchen. Die Schlüsselblume gehört zur Gattung der Primeln aus der Familie der Primelgewächse. Sie liebt kalkhaltigen, stickstoffarmen, humushaltigen, lockeren Lehmboden und wächst überwiegend auf trockenen Wiesen, Rainen und in lichten Laubwäldern.

Wunderlauch riecht wie Bärlauch

Meinen Freunden fiel zudem ein zwiebel-, knoblauchartiger Geruch auf, der die ganze Zeit in der Luft lag. Wir entdeckten eine Pflanze, die große Flächen auf der Insel bedeckte. Wir vermuteten zunächst, dass es Bärlauch sein müsste. Jedoch fielen mir die schmalen lanzettförmigen Blätter auf, die im Vergleich zum Bärlauch oder auch zum Maiglöckchen fiel schmaler waren. Zuhause via Google entdeckte ich den Irrtum: Weder Bärlauch noch Maiglöckchen! Es ist der Wunder-Lauch (Allium paradoxum) gewesen. Wunder-Lauch ist genauso wie Bärlauch essbar! Ursprünglich stammt er aus dem Kaukasus, aus den Bergen in Zentral-Asien und aus dem Nord-Iran. Unter folgendem Link gibt es ein interessantes Youtube-Video zum Bärlauch und zum Wunderlauch: https://www.youtube.com/watch?v=FanbwNvGP6A

Der Hohle Lerchensporn

Neben Wunderlauch und Schlüsselblume entdeckte ich noch eine Pflanze, die ich zuvor noch nie gesehen und von ihr auch noch nie gehört oder gelesen hatte: Der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava). Im Gegensatz zur echten Schlüsselblume und zum Wunderlauch ist der hohle Lerchensporn giftig bis mäßig giftig. Vor allem die Knolle ist stark giftig. Das in der Pflanze enthaltene Bulbocapnin „erzeugt einen Zustand, der sich bereits der katatonischen Schizophrenie nähert … es sind schon Fälle von automatischem Gehorsam bekanntgeworden. Bulbocapnin hat eine sedierende Wirkung auf das Kleinhirn und setzt vermutlich die motorischen Zentren im Hypothalamus außer Funktion.“ (Quelle: http://www.physiologus.de/stimulans.htm.) Die Pflanze ist in Mitteleuropa weit verbreitet.

Die Pfaueninsel ist für einen Sonntagsausflug bestens geeignet!

Pfau präsentiert stolz sein Federkleid.
Pfau präsentiert stolz sein Federkleid.
Auf der Pfaueninsel gibt es freilaufende Pfauen. Es sind wunderschöne Vögel.
Auf der Pfaueninsel gibt es freilaufende Pfauen. Es sind wunderschöne Vögel.
Die echte Schlüsselblume mag kalkhaltige Böden mit Humus. Sie wächst auch auf der Pfaueninsel. Die jungen Blätter und Blüten eignen sich für einen Wildblumensalat.
Die echte Schlüsselblume mag kalkhaltige Böden mit Humus. Sie wächst auch auf der Pfaueninsel. Die jungen Blätter und Blüten eignen sich für einen Wildblumensalat.
Wunderlauch riecht nach Bärlauch. Hat aber schmale Blätter und blüht ca. zwei Wochen vorm Bärlauch.
Wunderlauch riecht nach Bärlauch. Hat aber schmale Blätter und blüht ca. zwei Wochen vorm Bärlauch.
Auf der Pfaueninsel in Berlin gibt es in großen Mengen Wunderlauch. Es kann wie Bärlauch zubereitet werden.
Auf der Pfaueninsel in Berlin gibt es in großen Mengen Wunderlauch. Es kann wie Bärlauch zubereitet werden.
Die Pflanze wächst gern in Buchenwäldern.
Die Pflanze wächst gern in Buchenwäldern.
Der hohle Lerchensporn blüht auf der Pfaueninsel im Südwestlichen Berlin in Lila und Weiß.
Der hohle Lerchensporn blüht auf der Pfaueninsel im Südwestlichen Berlin in Lila und Weiß.
Die Blätter des hohlen Lerchensporns sind schwach bis mäßig giftig.
Die Blätter des hohlen Lerchensporns sind schwach bis mäßig giftig.

Welche Blumenerde ist für welche Pflanzen geeignet? Teil I

Es ist Anfang März! Die frühe Dunkelheit hat endlich wieder ihr Ende. Die Pflanzzeit kann beginnen, und ich kann es kaum erwarten, meine Pflanzgefäße und Blumentöpfe für den Balkon zu rüsten und auf der Fensterbank mit der Aussaat von Tomatenpflanzen und Co. loszulegen. In den vergangenen Jahren habe ich mir kaum Gedanken zum Thema Blumenerde gemacht, sondern direkt die günstigste Erde vom Asiaten gekauft, der direkt bei mir um die Ecke zu finden ist. Einmal habe ich getrocknete Erde in gepresster Form von Ikea mitgenommen. Meinen Pflanzen hat beides bisher nicht geschadet. Zumindest nicht auf den ersten Blick. 

Da dieses Jahr, das Internationale Jahr des Bodens ist, habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema beschäftigt. Der Satz eines Gärtners aus einer TV-Dokumentation, die ich mir in der letzten Woche angesehen habe, hängt mir noch in den Ohren: „Du bist, was du isst. Und das gilt auch für Pflanzen.“ Damit hat er natürlich Recht: Das, was die Pflanzen an Nährstoffen aus der Erde bekommen und verwerten, nehmen letztendlich wieder wir Menschen auf.

Dazu gibt es hier die TV-Ratgebersendung vom NDR nachzuschauen…: NDR Ratgeber zum Thema Blumenerde.

Weitere Informationen gibt es auch von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt und Stadtentwicklung hier. 

Es gibt sehr viele Anbieter von Blumenerde. Zwei Marken im Vergleich.

Zuerst bitte die Erde des letzten Jahres aus den Töpfen und Balkonkästen entfernen, falls ihr dies nicht schon bereits im Herbst getan habt. Die „alte“ Erde ist bei euch wahrscheinlich auch völlig von kleinen Wurzeln durchzogen und damit ziemlich nährstoffarm. Neue Pflanzen benötigen aber ausreichend Nährstoffe!

Ich habe nun verschiedene Erden zur Auswahl. Für meine Kräutertöpfe habe ich von der Marke Prestoplant Bio Kräuter- und Aussaaterde besorgt. Ebenfalls von Prestoplant ist auch ein 15 Liter Sack Bio Tomaten- und Gemüseerde und ein 20 Liter Sack torffreie Bio Erde, die „universell“ einsetzbar ist. In diesem Jahr möchte ich mich hauptsächlich auf Tomaten konzentrieren und noch wesentlich mehr davon anpflanzen als vergangenes Jahr. Zum Vergleich habe ich zusätzlich aus dem Baumarkt der Marke Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde sowie Ballino Blumenerde (ebenfalls von Greenworld) eingekauft.

In den nächsten Tagen werde ich mit der Anzucht meiner Tomaten und anderen Pflanzen starten und an den Töpfen markieren, welche Erde in welchem Topf steckt, um später vergleichen zu können und euch mögliche Unterschiede mitzuteilen. Ich bin gespannt, welche Erde das Rennen machen wird!

Kleiner Hinweis: Bevor ihr euch Blumenerde, Kräutererde, Anzuchterde etc. kauft, kalkuliert grob, wie viel Liter ihr benötigt, damit ihr nicht zweimal fahren müsst. Das spart Zeit und Nerven; denn so ein Sack Blumenerde in den vierten Stock zu hieven (OHNE Aufzug) kann Rückenschmerzen verursachen…!

Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Greenworld Ballino Blumenerde
Greenworld Ballino Blumenerde

 

 

                                                                                                                                                                       

         

2015 ist Internationales Jahr des Bodens

Ohne Boden unter den Füßen stehen wir ziemlich schlecht da. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ich habe mich in meinen vergangenen Beiträgen überwiegend mit Pflanzen an sich beschäftigt und mich bisher nicht wirklich gefragt, wo kommen denn diese Pflanzen her bzw. was ist ihre Lebensgrundlage? Es ist der Boden. Unsere Erde. All das Gemüse und Obst, all die bezaubernden Blumen. Unser Wald! All dies zieht sein Leben aus dem nährstoffreichen Boden und versorgt uns wiederum mit wichtigen Mineralien, Nährstoffen und Vitaminen.

Ich finde es toll und gleichzeitig dringend notwendig, dass die Vereinten Nationen dieses Jahr zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen haben, nachdem der IUSS (International Union of Soil Science) und der Thailändische König Bhumipol einen Antrag an die UN gestellt haben, dieses Jahr so zu benennen. 160 Staaten haben diesen Antrag im Rahmen des FAO World Council verabschiedet.

Wir trampeln täglich auf dem Boden herum. Unzählige Male jede Sekunde auf der ganzen Welt, ohne dabei an die Folgen zu denken. Wir wollen immer das frischeste Obst und Gemüse (möglichst billig), wir wollen ein eigenes Haus (am liebsten neu bauen). Wir wollen ein eigenes Auto. Um damit fahren zu können, benötigen wir Straßen. Wir wollen große Supermärkte und Konsumtempel mit möglichst großem Parkplatz. Aber wir wollen gleichzeitig eine naturbelassene Umwelt.

„Bodenversiegelung durch Siedlungs- und Straßenbau führt dazu, dass auch heute noch Böden in unverantwortlich hohem Ausmaß für andere Nutzungen unwiederbringlich verloren gehen.“ (Quelle: Website des BGR)

Wir müssen uns darüber bewusst werden, dass wir auf Dauer nicht mehr alles haben können. Manche Dinge sind endlich. So auch die Ressourcen unserer Erde und damit die Nährstoffe unserer Böden. Darum soll mit dem Ausruf des Internationalen Jahr des Bodens (International Year of Soils) eine Plattform geschaffen werden, die zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Schutzes der Böden dient. Die Koordinierung der Aktivitäten auf nationaler Ebene wird gemeinsam von BMUB und Umweltbundesamt (UBA) durchgeführt.

Wirkungsweise organischer und mineralischer Nährstoffe (Ausschnitt aus der Grafik „Wie Dünger den Untergrund belebt – oder zerstört“ siehe unten). Foto: Heinrich-Böll-Stiftung u.a. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat zu diesem Anlass den Bodenatlas herausgegeben. Ihr könnt euch das Magazin auch als pdf herunterladen: http://www.boell.de/sites/default/files/bodenatlas2015.pdf

Hier seht ihr das offizielle Video des Year of Soils:

http://www.youtube.com/watch?v=TqGKwWo60yE

Hier geht es zur deutschsprachigen Fassung:
http://globalsoilweek.org/media-publications/videos/lets-talk-about-soil/

Alles zum Thema Boden auf der Website des BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe):
http://www.bgr.bund.de/Boden

Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Nährstoffreicher Boden ist wichtig für die meisten Pflanzen.
Samen benötigen zum Wachsen nicht nur Wasser und Sonnenlicht, sondern auch den Boden, in dem sie sich verwurzeln können, um daraus ihre Nährstoffe zu ziehen.

Basilikum selbst anziehen – geht das?

Ihr kennt sicherlich die Kräutertöpfe, die es mittlerweile fast in jedem Supermarkt gibt, voll von Basilikum, Salbei, Zitronenmelisse oder Koriander? Schön fertig pflückbereit für das abendliche Gericht. Das, was mich immer so richtig nervt: die Kräuterpflanzen werden meistens von meinen restlichen Einkäufen eingedrückt. Stiele brechen und Blätter fallen ab. Warum also nicht selbst Kräuter anziehen? So habe ich von Kiepenkerl das Mini-Anzucht-Set Basilikum bestellt: http://shop.nebelung.de/mini-anzucht-set-basilikum-gecom.html.

Es dauert ein paar Tage, bis der Basilikum wächst, aber es lohnt sich. Die Erde des mitgelieferten Sets soll man schön feucht halten. Aber Vorsicht: Bitte nicht zu feucht, denn so kann sich schnell Schimmel bilden. Ich habe daraufhin „umgetopft“ und freue mich schon auf die „Ernte“ für leckere Pastagerichte oder zum Verfeinern von Salaten.

Mini-Anzucht-Set Basilikum
Mini-Anzucht-Set Basilikum von Kiepenkerl.
Praktisches Basilikum-Anzucht-Set.
Kiepenkerl Mini-Anzucht-Set Basilikum ausgepackt.
Plastikfolie, Erde und Basilikumsamen werden mitgeliefert.
Sehr praktisch: Plastikfolie, Erde und Basilikumsamen werden mitgeliefert.
Der Basilikum wächst.
Der selbstgezogene Basilikum wächst prima. Bloß Vorsicht: zuviel Feuchtigkeit kann Schimmelbildung fördern.

Sanddorn ist eine Vitamin C Powerfrucht!

Sanddorn (lateinischer Name: Hippophae rhamnoides)

Sanddorn ist eine Pflanze, die ich bisher nur auf Verpackungen von Cremes und Tees im Reformhaus und Drogerien wahrgenommen habe. Seit Jahren. Letztens erst beim Einkauf in einem Biosupermarkt in Form von Sanddornsaft. Ansonsten bin ich damit noch nicht in Berührung gekommen. Ich habe diese Nutzpflanze bisher auch noch nie ausprobiert – sprich gekauft. Mir sind die Beeren des Sanddorns auch noch nie in der Obstabteilung beim Türken nebenan und auch noch nicht auf den Märkten im Prenzlauer Berg begegnet. Dies änderte sich eines Samstagvormittages auf dem Winterfeldtmarkt in Berlin-Schöneberg. Da stand ein Mann, Mitte 50 würde ich schätzen. Er kam aus Polen und hatte sich abseits des Marktes vor eine Kirche gestellt. Mit Brombeeren, Himbeeren, Mirabellen und Sanddorn. Wir kamen ins Gespräch und er hielt mir einen kleinen Ast voll mit Sanddornbeeren hin. Habe ich dann probiert. Sehr sauer! So wie Zitronen. Nur anders im Geschmack. Sie enthalten viel Vitamin C, so der Mann vom Markt. Er meinte, sie wachsen frei. Seine Quelle verriet er mir nicht. Ich kaufte mir drei Rispen und aß jeden Tag pur fünf bis zehn Beeren oder garnierte damit meinen grünen Salat – so wie der nette Herr vom Winterfeldtmarkt es mir empfohlen hatte. Sehr lecker, wenn man es sauer mag!

Sanddorn gehört zur Familie der Ölweidengewächse. In dieser Familie gibt es 50 bis 100 Arten, die sich in drei Gattungen zusammenfassen. Der Sanddorn ist die bekannteste und wohl wichtigste Art. Ursprünglich kommt der Sanddorn aus Nepal. Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige Sand- und Kiesböden. Standorte sind hauptsächlich lichte Kiefernwälder, trockene Flussauen und Schotterfluren. Er wächst aber auch an felsigen Hängen und Kiesufern, an Meeresküsten (Dünen) und auch in Steppen. In Deutschland wächst er zerstreut vom Süden bis hoch in den Norden.

Das Fruchtfleisch der gelblich-orangenen Früchte weist eine hohe Konzentration an ätherischen Ölen auf. 100 Gramm der Früchte enthalten überdies rund 600 Milligramm Vitamin C. Ärzte empfehlen pro Tag 100mg Vitamin C in Form von natürlicher Nahrung zu sich zu nehmen. Darüber hinaus enthalten die Früchte Carotin, Vitamin B12 und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Wer einen eigenen Garten hat, kann diese Pflanze auch selbst anbauen. Dazu gibt’s hier weitere Informationen: http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartenpraxis/nutzgarten/sanddorn-vitaminreiches-wildobst-60032

Sanddorn wird neben Sanddornsaft, – Marmelade, – Wein und – Likör auch im Bereich der Kosmetik angewendet, wie bereits eingangs erwähnt.

600 mg Vitamin C Power pro 100g Sanddornbeeren.
Sanddorn enthält sehr viel Vitamin C. Pro 100g sind es 600 Milligramm.
Die Sanddornbeeren sind gelblich orange.
Die Sanddornbeeren sind gelblich orange
Auf dem Winterfeldtmarkt in Berlin habe ich drei Rispen voll von Sanddornbeeren gekauft.
Auf dem Winterfeldtmarkt in Berlin habe ich drei Rispen voll von Sanddornbeeren gekauft.

Bronzefenchel – irgendwie edel!

Im Botanischen Garten in Berlin habe ich ihn entdeckt. Am frühen Abend kurz vor Sonnenuntergang. Den Bronzefenchel. Ein mattes Leuchten ging von seinen Blättern aus. Bisher kannte ich Fenchel nur von Fencheltee, den ich in meiner Kindheit oft trinken sollte, als ich Bauchschmerzen hatte. Und Fenchelhonig.

Bronzefenchel ist eine mehrjährige winterharte Pflanze, die einen sonnigen bis halbschattigen Standort bevorzugt. Sie kommt in Südeuropa bzw. Mittelmeerraum vor. Sie gehört zur Familie der Doldengewächse. Die Pflanze bevorzugt frische Böden, die nicht unbedingt austrocknen sollten. Je nach Standort und Temperatur ist sie regelmäßig zu gießen. Staunässe ist zu vermeiden. Daher ist ein gut aufgelockerter nährstoffreicher Humusboden vorteilhaft. Sie blüht von Juli bis September.

Bronzefenchel enthält die gleichen Inhaltsstoffe wie Fenchel: Ätherische Öle und auch Flavonide und andere Vitamine.Die Inhaltsstoffe wirken appetitanregend, krampflösend und verdauungsfördernd.

Fenchel – so auch Bronzefenchel – eignet sich nicht nur für Fencheltee, sondern auch für viele Dips und zum Würzen von Fisch, Fleisch und für Salate.

Der Bronzefenchel ist sehr dekorativ und wertet so manches heimische Kräuterbeet auf.
Der Bronzefenchel ist sehr dekorativ und wertet so manches heimische Kräuterbeet auf.
Im Botanischen Garten Berlin ist jede Pflanze mit einem kleinen Schild gekennzeichnet.
Im Botanischen Garten Berlin ist jede Pflanze mit einem kleinen Schild gekennzeichnet.
Im Botanischen Garten Berlin entdeckte ich im Juli den Bronzefenchel.
Im Botanischen Garten Berlin entdeckte ich im Juli den Bronzefenchel.

 

 

 

Urban Gardening – das himmelbeet – gemeinsam Gärtnern in Wedding

An einem Nachmittag Anfang August bin ich mit der U9 in den Berliner Stadtteil Wedding gefahren, am Leopoldplatz ausgestiegen und von dort – nicht einmal fünf Minuten entfernt – zur Ruheplatzstraße 12 gelaufen. Dort befindet sich das himmelbeet. Das himmelbeet ist ein so genannter interkultureller Gemeinschaftsgarten. Interkulturell bedeutet, dass hier Menschen unterschiedlicher ethnischer und kultureller Herkunft gemeinsam Gärtnern können. Dies soll vor allem die soziale Integration fördern und gleichzeitig Berührungsängste abbauen, die leider nach wie vor in unserer Gesellschaft vorhanden sind. Beim gemeinsamen interkulturellen Gärtnern im himmelbeet lernt man also nicht nur, selbst Gemüse und Kräuter anzubauen und zu ernten, sondern auch mit anderen Kulturen, Sitten, Gebräuchen und Gewohnheiten in Kontakt zu kommen und den gegenseitigen Respekt zu stärken. Im Vordergrund des urbanen Gärtnerns steht die Erzeugung von Nahrungsmitteln in der Stadt mit besonderem Schwerpunkt auf dem ökologischen Anbau regionaler und alter Kultursorten.

Das himmelbeet gibt es offiziell seit Juni 2013. Die Idee für diesen Gemeinschaftsgarten in Wedding kam Gründerin Hannah Lisa Linsmaier: „Ich sah das große Parkdeck des Schillergartencenters und habe sofort gedacht, ‚diese große Fläche wäre ideal für einen Urban Garden‘. Aber die Idee des Dachgartens musste ich aufgrund sehr kostspieliger Brandschutzmaßnahmen leider fallen lassen. Die Idee eines Stadtgartens ließ mich seitdem jedoch nicht mehr los. Und so begann die Suche nach einem geeigneten Grundstück für dieses Vorhaben.“

Das himmelbeet befindet sich zwar nicht auf einem Dach mit Blick über Wedding, erfüllt aber seinen Sinn und Zweck und ist innerhalb eines Jahres auf eine handvoll feste Mitarbeiter angewachsen. Daneben unterstützen Öko-BFD’ler, FÖJ’ler und viele ehrenamtliche Helfer das grüne Projekt.

Auch Leute wie Du und ich, also Privatpersonen, aber auch Institutionen haben die Möglichkeit, Beete für eine Saison zu pachten.

Das himmelbeet-Team bietet auch seine Unterstützung bei der Konzeption, der Planung und dem Aufbau sozialer urbaner Gärten an.

Außerdem gibt es tolle Workshops für Jung und Alt. Die Veranstaltungen und Workshops findet ihr hier: https://www.facebook.com/himmelbeet/events

Im August und Anfang September lädt das himmelbeet zum Gartendinner ein. Es findet jeden Samstag (16.08., 23.08., 30.08. und am 06.09.) statt. Es gibt ein vegetarisches 3-Gänge-Menü mit frischen Zutaten aus dem himmelbeet. Frischer geht’s nicht!

Ausführliche Infos gibt es unter: www.himmelbeet.com oder auf der facebook-Seite: https://www.facebook.com/himmelbeet

Hereinspaziert! Nur montags ist Ruhetag!
Hereinspaziert! Nur montags ist Ruhetag!
Es gibt Pachtbeete, die ihr für ein Jahr privat pachten und nutzen kann und einen Gemeinschaftsgarten, wo alle mithelfen können.
Es gibt Pachtbeete, die ihr für ein Jahr privat pachten und nutzen könnt und einen Gemeinschaftsgarten, wo alle mithelfen können.
Verkauf von Jungpflanzen, Getränken und eigener Ernte.
Verkauf von Jungpflanzen, Getränken und eigener Ernte.
Die Gießkannen stehen bereit.
Die Gießkannen stehen bereit.
Gemeinsames Gärtnern steht auch für interkulturellen Austausch in der Stadt.
Gemeinsames Gärtnern steht auch für interkulturellen Austausch in der Stadt.
Nachwuchs
Nachwuchs
Rotkohl und Mangold in einem Hochbeet.
Rotkohl und Mangold in einem Hochbeet.
Mangold
Mangold
Hier wächst auch die Jungfer im Grünen.
Hier wächst auch die Jungfer im Grünen.
Eine alte Gießkanne dient nun als Pflanzentopf.
Eine alte Gießkanne dient nun als Pflanzentopf.
Lampions sorgen abends für eine tolle Gartenatmosphäre.
Lampions sorgen abends für eine tolle Gartenatmosphäre.
Hier wächst Kapuzinerkresse.
Hier wächst Kapuzinerkresse.
Entspannungsmöglichkeiten zwischen Tomaten und Kräutern.
Entspannungsmöglichkeiten zwischen Tomaten und Kräutern.
Macht mit beim Bauen und Gärtnern und spielt stattdessen weniger auf eurem Smartphone rum!
Macht mit beim Bauen und Gärtnern und spielt stattdessen weniger auf eurem Smartphone rum!
Aus den Hochbeeten wächst und gedeiht es.
Aus den Hochbeeten wächst und gedeiht es.
himmelbeet Jutebeutel für 5 Euro.
himmelbeet Jutebeutel für 5 Euro.

Kapuzinerkresse blüht in Rot, Orange und Gelb

Kapuzinerkresse ist eine essbare Blütenpflanze. Sowohl Blüten als auch Blätter eignen sich für Salate und auf einem Brotaufstrich. Der Geschmack ist leicht scharf bis würzig. Dieser spezielle Geschmack verursachen die in der Pflanze enthaltenen Senfölglycoside.  Sie blüht fast überall, bentötigt jedoch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr viel Wasser. Leider ist die Pflanze eher nur einjährig, da sie sehr frostempfindlich ist und daher nicht überwintern kann. Die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist Arzneipflanze des Jahres 2013. Sie  ist eine Zier- und Nutzpflanze. Meist weitkriechend und daher den ganzen Boden bedeckend, zum Teil aber auch kletternd (Quelle: Wikipedia). Das bereits angesprochene Senföl der Kresse wirkt gegen bestimmte Viren, Bakterien und Hefepilze.  Sie wird auch gegen Schmerzen und zur Verbesserung der Wundheilung, bei Verdauungsstörungen sowie gegen Infekte der oberen Atemwege eingesetzt.

Weitere Infos findet ihr hier: Wikipedia

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Erdbeeren auf dem Balkon

Erdbeerpflanze

Ich freue mich jedes Jahr wieder auf die Erdbeersaison! Am besten schmecken mir Deutsche Erdbeeren, frisch vom Erdbeerfeld. Erst am Donnerstag hatte ich mir 500g Erdbeeren gekauft. Die ersten in diesem Jahr. Das Wunder der Erdbeere wollte ich jedoch mit eigenen Augen erleben. So pflanzte ich in einen großen rechteckigen Tontopf drei Erdbeerpflanzen aus der Gartenabteilung eines Baumarktes aus der Nähe. Auf dem Etikett steht lediglich „Erdbeere Elsanta“. Vor ungefähr vier Wochen habe ich sie eingepflanzt und mittlerweile trägt jede Pflanze fast zehn Früchte. Ein Traum auf dem Südbalkon. Eine prima Pflanzanleitung für Erdbeerpflanzen gibt es hier: http://www.erdbeeren.de/pflanzanleitung.php

Was ihr alles mit den süßen Früchtchen anstellen könnt, seht ihr auf der Website des Magazins essen & trinken essen & trinken.

Was passiert mit der Erdbeerpflanze im Winter? Es ist kein Problem, sie auf dem Balkon stehen zu lassen, denn Erdbeeren sind mehrjährige Pflanzen. Einfach das Laub entfernen, etwas Reisig oder Stroh drauf streuen und nah an die Hauswand stellen. Das sollte ausreichen, um die Pflanze vor Frost zu schützen. Ab und zu sollte sie – auch im Winter – gegossen werden. Detailliertere Infos dazu gibt es auf dieser Website: http://www.erdbeeren-pflanzen.de/erdbeerpflanzen-faq.htm

Übrigens: Die Erdbeeren (Fragaria) sind eine Gattung in der Unterfamilie der Rosoideae innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Erdbeeren gehören zu den Sammelnussfrüchten und nicht zu den Beeren. Es gibt mittlerweile rund 20 Arten weltweit. Sie sind überwiegend in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel verbreitet. Weitere ausführlichere Infos erfahrt ihr auf Wikipedia.

Viele grüne Erdbeeren
Auch diese grünen Erdbeeren werden noch Rot.
Balkonerdbeeren
Drei Erdbeerpflanzen.
Erdbeerpflanze
Die Erdbeerpflanze freut sich über sehr viel Sonne.