Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam

Eröffnung der Orchideenblüte und Bloggerevent

Am 17. März eröffnete die Ausstellung zur Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam. Im Rahmen dieser Eröffnung fand auch ein Bloggertreffen statt, zu dem ich eingeladen worden bin. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung von Daniela, Isabel und Katja, den Marketingmädels der Biosphäre,  bekamen wir als Begrüßungsdrink einen köstlichen antialkoholischen Fruchtcocktail mit einer essbaren Orchidee (Karma-Orchidee).

Orchideenexpertin führte durch Biosphäre

Die Orchideen kommen aus dem Orchideengarten Karge nahe Lüneburg. Die Inhaberin des Orchideengartens, Marei Karge-Liphard, die gleichzeitig Expertin auf dem Gebiet der Orchideen ist, führte uns mit viel Fachwissen durch die Biosphäre und gab uns ein paar interessante Pflegetipps. Auch räumte sie mit Mythen rund um die Orchidee auf…

Wusstet ihr, dass Orchideen frühestens mit sieben Jahren blühen? Es gibt sogar Orchideenarten, die fangen erst mit 14 Jahren zu blühen an.

Phalaenopsis – die uns bekannteste Orchideenart

Die bekannteste Orchideenart ist die Phalaenopsis. Ihr kennt sie auf jeden Fall. Sie wird auf jedem Markt und in jedem Blumenladen verkauft. Da diese Orchideen an einen Schmetterling erinnern, nennen wir sie auch „Nachtfalter-Orchidee“ oder auch „Malaienblume“. Sie stammt aus den tropischen Regenwäldern Südost-Asiens.

Orchideen wachsen mit Ausnahme der Antarktis auf jedem Kontinent. Aufgrund ihrer enormen Vielfalt gibt es Orchideen fast in jeder Ökozone (nicht in Wüsten). Selbst oberhalb des nördlichen Polarkreises oder in Patagonien und den dem ewigen Eis des Südpols vorgelagerten Inseln, z. B. Macquarie Island gibt es Orchideen. Der Großteil der Arten wächst allerdings in den Tropen und Subtropen, hauptsächlich in Südamerika und Asien. In Europa gibt es etwa 250 Arten. In Australien gibt es rund 800 Arten, in Afrika 2.000, in Südamerika sogar rund 9.000. Sage und schreibe  14.000 Arten gibt es in Asien.

Skandinavier haben eine Lieblingsorchidee

Die Coelogyne Cristata ist eine weiße Orchidee aus Nepal. Sie ist in Skandinavien sehr beliebt – vor allem als Hochzeitsdeko. Umgangssprachlich kennt man sie auch unter den Begriffen „Frauenhöhle“ oder „Schneekönigin“.

Die Geschichte um den „Frauenschuh“

Die Paphiopedilum Orchidee ist bei uns als „Frauenschuh“ oder auch „Venusschuh“ bekannt, weil die Lippe der Blüten eben wie ein Schuh aussieht. Was hat die Göttin Venus damit zu tun? Frau Karge wusste die Antwort: Der Legende nach hielt Venus ein Schäferstündchen. Wurde dabei aber entdeckt und musste fliehen. Dabei verlor sie ihren goldenen Schuh, der sich dann in die Pflanze verwandelte, als ein Sterblicher den Schuh für die Göttin mitnehmen wollte. Diese Orchidee erinnert an eine fleischfressende Pflanze. Jedoch sind Orchideen generell keine Fleischfressenden!

Kauft keine Orchideensamen im Internet

Zum Anpflanzen von Orchideensamen benötigt die Pflanze einen speziellen Pilz – einen Fadenpilz. Dies muss im Labor durchgeführt werden.Die Fäden dieses Pilzes wandern in die Samenzelle der Orchidee, wo sie zersetzt und als Nahrung aufgenommen werden. Ohne diesen Pilz können die Keimlinge nicht überleben. Pflanzensamen von Orchideen im Internet zu kaufen, sei laut der Orchideenexpertin, herausgeschmissenes Geld, da sie ohne Pilz nicht wachsen können; denn die Samen haben kein Nährgewebe.

Nicht alle Orchideen duften angenehm

Eine Orchideenart, die Bulbophyllum nymphopolitanum stinkt sehr stark, weil sie von Aasfliegen bestäubt wird. Um diese anzulocken, produziert sie diesen extremen Geruch.

Nicht pflücken!

Entdeckt man Orchideen in der freien Natur, darf man sie nicht abpflücken, ausgraben etc. Sie darf von ihrem natürlichen Standort nicht entfernt werden.

Die wohl wertvollste Orchidee kommt aus Peru

Zum Abschluss zeigte Frau Karge uns in einer Glasvitrine eine Phragmipedium kovachii. Eine Orchidee aus Peru, die um die 800 € kostet und damit einer der wertvollsten Orchideenart der Welt ist. James Michael Kovach entdeckte sie 2002. Lest die Geschichte der Entdeckung hier: James Michael Kovach entdeckt Orchidee in Peru.

Pflegetipps

Und hier noch ein paar Pflegetipps: Den Topf mit der Orchidee einmal pro Woche richtig nass machen. Nicht jeden Tag und auch nicht jeden zweiten oder so gießen; denn Staunässe mag die Pflanze nicht. Ich selbst mache es so: Ich nehme die Orchidee aus dem Übertopf heraus und halte den Topf unter einem laufenden Wasserhahn mit lauwarmen Wasser für circa zehn Sekunden. Orchideen müssen nicht gedüngt werden. Sie sind sehr genügsam. Und: ihr dürft sie umstellen. Also an einem anderen Ort in eurer Wohnung. Was Orchideen nicht mögen, weil sie dann „verbrennen“, ist starke Sonneneinstrahlung. Im Frühling/Sommer solltet ihr sie also nicht auf eine Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung stellen. Lieber einen Meter in den Raum hinein stellen! Generell ist direkte Sonneneinstrahlung nicht so beliebt unter den Orchideen.

Die Orchideenblüte könnt ihr noch bis zum 1. Mai 2016 in der Biosphäre Potsdam bestaunen!!

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Marei Karge-Liphard, Orchideenexpertin des Orchideengartens in der Nähe von Lüneburg.
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Begrüßungscocktail mit essbarer Orchidee.

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Brassia Tosca

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Pinke Blüte
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Rosafarbene Phalaenopsis
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Pinkrote Orchidee
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Phalaenopsis mit kleinen Punkten in hellrosa.
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Der Frauenschuh – Paphiopedilum
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Burrageara Nelly Isler Orchidee
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Pinke Phalaenopsis-Hybride
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Im Schmetterlingshaus der Biosphäre wurden ebenfalls Orchideen „ausgestellt“.
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Pinke Vanda-Blüte
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Vanda-Orchidee in Blau
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Vanda Orchidee
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Rote Blüte
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Ludisia discolor Orchideen
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phragmipedium kovachii
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DIY-Projekt – Osterkranzbasteln mit wunderschönen Cymbidium-Orchideen.
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Das ist das Ergebnis des selbstgebasteltem Osterkranzes.
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Phalaenopsis
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Phalaenopsis Hybride
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Diese gelbe Orchidee sieht aus wie ein großes Insekt.
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Phalaenopsis Hybride
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Wunderschöne pink-rosane Orchideenblüte
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Schmetterlingsorchidee
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Phalaenopsis Orchidee in Weiß.
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Pink gepunktete Blüte
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Phalaenopsis Hybride
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Miltonia Orchidee
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Cambria Orchidee
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Kleine Orchideenblüte

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Vanda-Orchidee in violett
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Caelogyne cristata

Sardinien ist eine Blumeninsel

Sardinien im Mai

Im Mai auf Sardinien Urlaub zu machen, bedeutet Entspannung pur! Entspannung vom Alltagsstress, freie Fahrt auf den Straßen und Entspannung von zu vielen Touristen. Denn im Mai befindet sich die Insel noch in der Nebensaison. Die Hauptsaison startet erst im Juni.

Für Blumenliebhaber und Florainteressierte ist der Mai genau richtig, um auf die zweitgrößte Insel im Mittelmeer zu reisen. Im Mai stehen die Wiesen und Straßenränder in voller Blüte. Selbst die großen Kakteen blühen. In Gelb und Pink.

Sardinien bietet eine vielfältige Flora

Ich habe während meiner siebentägigen Reise sehr viel Pflanzen fotografiert. Einige wachsen auch in Deutschland, wie z. B. Wilde Möhre, Malve, gemeine Wegwarte oder Mohnblume.

Aufgrund des mediterranen trockenen Klimas wachsen hier allerdings auch Kakteen, Olivenbäume, aber auch viele Kräuter sowie Zitronen- und Orangenbäume, Oleander, wilder Fenchel und der intensiv in Gelb blühende Salzmanns Ginster.

Feigenkaktus

Der Riesenkaktus, der auf Sardinien weit verbreitet an den Straßenrändern wächst, ist der Feigenkaktus. Seine Früchte heißen Fico d`India. Er blüht im Mai in Gelb und Pink. Die Früchte sind essbar und können ab August geerntet werden.

Einige Pflanzen konnte ich jedoch leider nicht zuordnen.

Mein Reisetipp für Sardinien:

Leiht euch ein Auto aus, damit ihr mobil seid und verbringt nicht nur in einem Ort euren Urlaub. Fahrt am besten im Mai auf die Insel, wenn ihr die Pflanzenwelt in ihrer Farbenpracht erleben möchtet. Hilfreich ist es in jedem Fall auch, wenn ihr ein wenig italienisch sprechen könnt, da die Sarden kaum Englisch und auch kein Deutsch sprechen können.

In meinen nächsten zwei Blogbeiträgen erfahrt ihr noch mehr zur Pflanzenwelt Sardiniens.

Türkisfarbenes Meer auf Sardinien
Sardinien ist reich an malerischen Stränden mit türkisfarbenem Meer. Es gibt aber auch eine wunderschöne und sehr vielfältige Pflanzenwelt.
Die Wilde Möhre wächst auf ganz Sardinien.
Blätter, Blüte und Wurzel der wilden Möhre sind essbar. Doch Vorsicht: es besteht mit einigen ähnlich aussehenden, aber hochgiftigen Pflanzen Verwechslungsgefahr!!
Im Sand kurz vorm Meer wachsen vereinzelt Stranddisteln.
Im Sand kurz vorm Meer wachsen vereinzelt Stranddisteln.
Mohnblumen im Mai.
Mohnblumen im Mai.
Die gemeine Wegwarte wächst sehr häufig auch in Deutschland an Straßenrändern.
Die gemeine Wegwarte wächst sehr häufig auch in Deutschland an Straßenrändern.
Die Früchte kann man zum Teil sogar in unseren Supermärkten kaufen.
Der Feigenkaktus blüht im Mai.
Blaue Blütenpflanze in Meeresnähe.
Blaue Blütenpflanze in Meeresnähe.

Japanische Zierkirschen in Berlin – ein Blütentraum!

Nachdem die Krokusse, Schneeglöckchen, Hyazinthen und Narzissen blühen, sind in der Regel – je nach Witterung und Standort – die Kirschbäume dran.

Zierkirschen sind besonders schön, wenn sie blühen

Besonders die rosafarbenen Blüten der Zierkirsche haben es uns dann angetan. Das zarte Rosa in Blüte dicht an dicht ergibt ein sehr romantisches Farbbild. Eine Reise nach Japan zur Kirschblütenzeit mag sicherlich ein absolutes Highlight sein. Aber ihr glaubt gar nicht, wie viele Zierkirschen und Kirschenbäume es in Berlin gibt!

Berliner Zierkirschen stammen zum Teil aus Japan – ein Geschenk zur Wiedervereinigung Deutschlands

Ich habe mich gefragt, warum es so viele von dieser japanischen Kirschenart in Berlin gibt und habe bei meiner Recherche eine interessante Info entdeckt: Der japanische TV-Sender Asahi freute sich so sehr über die Wiedervereinigung Deutschlands 1989, so dass er einen Spendenfonds für die Pflanzung japanischer Zierkirschen in Berlin ins Leben rief. So wurde aus der Anteilnahme der japanischen Bevölkerung an der Wiedervereinigung ordentlich Geld gespendet. Über eine Million Euro kamen dabei zusammen. Über 9.000 Bäume konnten somit – überwiegend in Berlin und Brandenburg – gepflanzt werden. Die Grünflächenämter der jeweiligen Berliner Stadtbezirke unterstützten die Pflanzungen. Der Namen der Kampagne nannte sich „Sakura-Campaign“.

Diese Info habe ich auf der Website der Berliner Stadtentwicklung entdeckt: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/stadtbaeume/de/sakura/ Auf dieser Seite findet ihr auch die Info, an welchen Orten es diese Pflanzungen gegeben hat. Nicht ganz uninteressant für ein romantisches Blütenshooting. Eine kleine Allee von prächtigen Zierkirschen gibt es unterhalb der Bösen Brücke an der Bornholmer Straße: Wikipedia Übergang Bornholmer Straße

Natürlich sind nicht alle rosafarbenen Zierkirschen, die es in Berlin gibt, Teil dieser damaligen Spendenaktion.

Verschiedene Variationen an Zierkirschen

Zierkirschen gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Sie unterscheiden sich zum Beispiel in der Form des Wuchses. So gibt es einen überhängenden oder kugelförmigen Wuchs oder aber einen trichter- und säulenförmigen. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse und blühen nur für eine sehr kurze Zeit. Sie trägt sogar Früchte, die essbar sind. Sie reifen von Mai bis Juli und färben sich purpurfarben-schwarz.

Kirschblüte in Japan

„Hanami“ (japanisch) ist ein weit verbreiteter Brauch in Japan und bedeutet soviel wie „Blütensehen“ oder „Blüten betrachten“. In Japan findet die Kirschblüte – ähnlich wie in Deutschland – von Ende März bis Anfang Mai statt.

Zierkirschen in Berlin
Die rosafarbenen Blüten der Zierkirsche sind einfach nur schön. Nicht kitschig!
Kirschblüten auf dem Weg zum Mauerpark.
Es wurden viele Zierkirschen am Gedenkstreifen der deutschen Teilung gepflanzt.
Zierkirschendetail
Kirschblüte im Detail. Blüte wächst aus Zweig.
Blüte der japanischen Zierkirsche - Detailaufnahme
Das Zartrosa der japanischen Zierkirschen. Die fünfzählige Blüte besitzt eine doppelte Blütenhülle.
Kirschblüten an einem Sonntag im April.
Dicht nebeneinander pflanzten die Grünflächenämter die japanischen Zierkirschen auf dem Weg Richtung Mauerpark in Berlin.
Japanische Zierkirschenblüten
Japanische Zierkirschenblüten
Aus Freude über die Wiedervereinigung Deutschlands spendeten die Japaner den Deutschen rund 9.000 Zierkirschen.
Aus Freude über die Wiedervereinigung Deutschlands spendeten die Japaner den Deutschen rund 9.000 Zierkirschen.
Japanische Zierkirsche in Berlin blühen wunderschön
Japanische Zierkirsche in Berlin blühen wunderschön

Das Riemenblatt oder die Klivie – rotorangene Blütenpracht aus Südafrika!

Liebe LeserInnen! Die Osterfeiertage sind vorbei. Der Alltag hat mich bereits wieder eingeholt. Über die Feiertage bin ich bei meiner Familie im Osnabrücker Land gewesen. Dort, wo angeblich die glücklichsten Menschen leben sollen. Wahrscheinlich, weil sie alle soviel Platz haben, um viele und große Pflanzen bei sich zuhause zu haben. Am Wetter kann das Glücklichsein jedenfalls nicht liegen. Denn 80 Prozent meiner Besuche in meiner Heimat sind von Regenwetter geprägt…

Klivie ist eine faszinierende Blütenpflanze

Zuhause machte ich die Entdeckung einer unglaublich faszinierenden Blütenpflanze, von der ich bisher noch nie etwas gehört, gesehen oder gelesen habe. Die Klivie oder, wie der Volksmund die Pflanze nennt, das Riemenblatt. Der lateinische Name ist clivia miniata. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südafrika.

Standortwechsel mag die Klivie nicht gern

Die Klivie sollte nicht in die pralle Frühlings- oder Sommersonne gestellt werden. Sie mag es lieber ein wenig halbschattig, kann aber ohne Bedenken die winterliche Sonne vertragen. Ganz wichtig ist jedoch, dass die Klivie in der Regel keinen Ortswechsel mag. Sie sollte somit bestenfalls immer an einem Standort stehen, an dem sie morgens und abends Sonne bekommt. Sie ist sogar so „eigensinnig“, dass sie am liebsten nicht einmal gedreht werden möchte, sondern immer mit derselben Seite zum Licht/Fenster stehen mag. Sie kommt mit normaler Zimmertemperatur von 18 – 25 Grad gut zurecht. Kann aber auch von Oktober bis März/April gut bei 5-10 Grad Celsius überwintern. Sie sollte vor Regen geschützt sein.

Düngen erlaubt bei relativ geringem Nährstoffbedarf

Von April bis September kann die Klivie gedüngt werden. Als Substrat eignet sich Kakteenerde oder ganz normale Blumenerde. Der Nährstoffbedarf der Pflanze ist relativ gering. Das bedeutet, dass es nach einem Umtopfen noch nach zwei bis drei Jahren ausreichend ist, sie zu düngen.

Das solltet ihr beim Gießen beachten

Gegossen werden sollte das Riemenblatt vom Frühjahr bis Herbst so, dass die gesamte Erde des Topfes, in dem die Pflanze wächst, nass wird. Das Wasser, das auf dem Untersetzer landet, sollte direkt nach dem Gießen entfernt werden. Denn auch Klivien mögen keine Staunässe, da Schimmelgefahr besteht. Dann lässt man die Erde der Pflanze komplett austrocknen, bis erneut durchdringend gegossen wird. Im Winter benötigt die Klivie an einem kälteren Standort nur sehr wenig Wasser. Das Substrat sollte möglichst trocken gehalten werden. Gegossen wird im Winterhalbjahr nur in geringer Menge schlückchenweise ein bis ca. zweimal in der Woche.

Das Amaryllisgewächs blüht hauptsächlich im späten Winter bis zum Frühjahr. Es kann aber auch – je nach Standort und Temperatur – vorkommen, dass sie erneut im Sommer oder Herbst blüht. Die Blütenfarbe ist kräftig orange-rot.

Weitere Infos findet ihr unter: www.klivie.de und Wikipedia

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Klivien mögen in der Regel keinen Standortwechsel.
Im Winterhalbjahr die Pflanze bei 5 – 10 Grad Celsius trocken überwintern lassen und nur einmal bis zweimal wöchentlich schlückchenweise gießen.
Viele Amaryllisgewächse blühen im späten Winter und frühen Frühjahr!
Viele Amaryllisgewächse blühen im späten Winter und frühen Frühjahr!

Krokusse sind Frühblüher und damit unsere Frühlingsboten Nummer 1!

Krokusse kommen ursprünglich aus dem Orient, Nordafrika, aber auch aus Europa. Die in gelb, lila und weiß blühenden Knollengewächse sind unsere liebsten Frühlingsboten; denn sie sind meist der erste natürliche Farbkleks in Parks und in Gärten. Noch Wochen, bevor die Natur im großen Stil aus seinem Winterschlaf erwacht. Die Krokusse, die wir kennen, müssen mithilfe von Insekten bestäubt werden, damit es zur Blüte kommen kann. Krokusse gehören zur Gattung der Schwertliliengewächse. Genauso wie Gladiolen und Iris (Schwertlilien).

Safran ist eine Krokus-Art

Es gibt verschiedene Krokusarten. Eine davon ist das im Herbst blühende Safran. Das sehr beliebte und bekannte Gewürz kommt aus den Stempeln der Safran-Blüten. Interessant finde ich, dass Safran wegen eines dreifachen Chromosomensatzen unfruchtbar ist und nur durch die Teilung der Knollen vermehrt werden kann. Die Länder Iran, Afghanistan, aber auch der Mittelmeerraum Europas bauen Safran an. Hauptanbaugebiet ist der Iran. Die Safranfäden werden von Hand gepflückt! Eine sehr mühselige Arbeit, die auch den hohen Preis dieses Gewürzes rechtfertigt.

Krokusse blühen in vielen Berliner Parks

Anfang März bin ich im Biesdorfer Schlosspark gewesen. Ein Krokus-Traum! Hauptsächlich lila-farbene Krokusse dicht an dicht auf einer Fläche. Aber ihr müsst gar nicht soweit rausfahren. Auch im Volkspark Friedrichshain und im Bürgerpark Pankow gibt es diese Farbklekse zu sehen. Die Blütezeit von Krokussen beginnt im Januar und endet im April. Ihr habt also noch ein wenig Zeit, euch beim nächsten Parkspaziergang an den Krokussen zu erfreuen, bis sie von anderen Blumen abgelöst werden.

Krokusse gehören zur Gattung der Schwertliliengewächse.
In vielen Parks blühen derzeit Krokusse und wachsen zum Teil großflächig, wie im Biesdorfer Schlosspark.
Krokusse stehen meist eng zusammen. Die Knollen überwintern im Boden.
Krokusse stehen meist eng zusammen. Die Knollen überwintern im Boden.
Aber auch gelbe Krokusse sind ein toller Farbklecks!
Aber auch gelbe Krokusse sind ein toller Farbklecks!
Am schönsten finde ich die lila-farbenen Krokusse.
Am schönsten finde ich die lila-farbenen Krokusse.
Krokusse im Schlosspark Biesdorf
Die Krokusse blühen von Januar bis April in vielen Gärten und Parks.

Balkon Blumen für die Bienen in der Stadt

Heute ist in Berlin endlich wieder Sonnenschein. Nix mit Wolken. Nur ein Blau in Blau. Ich möchte am liebsten jetzt schon auf meinem Balkon sitzen und Blumensamen säen. Naja, erstmal noch die alten entfernen und ab in den Biomüll. Für mich steht fest, dass ich in diesem Jahr ganz viele Tomaten ernten möchte. Das hat mit ein paar wenigen Pflanzen bereits im letzten Jahr hervorragend geklappt. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden.

Worauf stehen Bienen und Co.?

Aber auch hübsche Blütenpflanzen sollen her. Aber welche? Am besten welche, die nicht nur schön aussehen und pflegeleicht sind, sondern auch den Bienen und Hummeln dieser Stadt nützen. Doch worauf fliegen die Bienen und die Hummeln und evtl. auch die Schmetterlinge?

Bienen-App und Bienenlexikon

Da gibt es jede Menge! Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft – kurz BMEL – hat ein super übersichtliches Bienenlexikon herausgegeben. Granatengeil! Sehr her… Bienenlexikon

Kapuzinerkresse, Kornblumen, Brombeere, Bienenfreund (Phacelia), Ringelblume (Calendula), Rosmarin, Salbei, Winterheide, Sonnenbraut, Borretsch… Alle diese Blumen und Kräuter werden in dem Lexikon gut dargestellt mit Hinweisen zum Blütezeitraum und zum Standort.

Ohne dies zu wissen, hatte ich bereits im vergangenen Sommer einige Pflanzen davon auf meinem Balkon platziert.

Das BMEL hat auch eine Bienen-App publiziert. Kostenlos.In dieser App sind die einzelnen bienenfreundlichen Pflanzen auch aufgeführt und gut erklärt. Es lohnt sich also, sie herunterzuladen.

Wer von euch sogar einen eigenen Garten hat, mit vielen Gänseblümchen auf dem Rasen: Bitte mäht sie nicht gleich wieder weg, wenn der Rasen mal einen Zentimeter höher ist, als der vom Nachbarn… Erstens macht Rasenmähen Krach, kostet Energie und ihr vernichtet wertvollen Nektar für die Insekten, die sie aus den Gänseblümchen beziehen!

Phacelia – eine besonders bienenanziehende Pflanze

Jetzt weiß ich auch, wie die Pflanze mit den schönen fliederfarbenen Blüten heißt, die mir bis in den späten September hinein den Blick versüßte: Phacelia oder auch Bienenfreund genannt. Umgangssprachlich sind auch Bezeichnungen wie Bienenweide, Büschelschön oder Büschelblume verbreitet. Der Gattungsname Phacelia leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet Büschel. Die Pflanze wird von Imkern auf großen Flächen genutzt, da rund ein Hektar bis zu circa 500 Kilogramm Honig hervorbringen kann.

Zudem zählt Phacelia zu den sogenannten Gründüngungspflanzen oder auch Bodenverbesserer.

„Mit ihrem dichten Wurzelsystem nutzt sie die Nährstoffvorräte im Boden gut aus und übergibt sie nach Verrottung leicht an die Nachfolgefrucht. Sie hinterlässt eine dicht durchwurzelte, gare Krume. Die feingliedrigen Blätter führen zu einer sehr guten Bodenbeschattung und wirksamen Unkrautunterdrückung. Die hohen Mengen organischen Materials, die im Boden verbleiben, erhalten oder erhöhen den Humusgehalt und damit die Ertragfähigkeit der Böden. Dadurch wird die Bodenstruktur verbessert, und die Ertragsicherheit nimmt langfristig auch auf leichteren Böden zu.“ (Quelle: Wikipedia).

Die krautigen Pflanzen sind meist behaart.

Die Pflanze erfriert bei Temperaturen unter minus 5 °C.
Im Spätherbst ist die Phacelia perfekt für die Gründüngung. Sie ist nicht winterhart und liefert, im darauffolgenden Frühjahr untergegraben, wirksame Nährstoffe.
Gänseblümchenblüten werden volksheilkundlich als Heilmittel bei Hauterkrankungen, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet.
Da Bellis perennis eine Speicherpflanze ist, überlebt sie den Winter im Schnee.
Ringelblumen dienen als natürlicher Pflanzenschutz.
Die Ringelblume wird als Heilpflanze geschätzt und vertreibt Schädlinge.
Die blauen Blüten verfügen über leuchtende Strichsaftmale, die für bestäubende Insekten sichtbar sind.
Borretsch ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Raublattgewächse.
Auf der Suche nach Nektar
Hummel im Anflug auf blaue Trichterwinde.

 

 

Was mache ich mit meinem Glücksklee?

Sucht man auf einer Wiese nach einem vierblättrigen Kleeblatt, so kann man mitunter lange suchen; denn diese sind extrem selten. Bei uns ist eher das dreiblättrige Kleeblatt geläufig. Ein vierblättriges ist eher eine Mutation – eine Ausnahme von der Regel. Da ein vierblättriges Kleeblatt jedoch als Glücksbringer gilt und nicht ein dreiblättriges, wurde es ursprünglich Anfang des 19. Jahrhunderts in England als Zierpflanze eingeführt. Seine natürliche Herkunft ist allerdings Mexiko und die nordwestliche Region des Himalaya. Der Klee hat sich mittlerweile auch in Europa und Asien, aber auch in Australien, Afrika und Nordamerika ausgebreitet.

Der Glücksklee wird auch vierblättriger Sauerklee genannt und gehört zur Gattung Sauerklee. Seine Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Sie kennen den Glücksklee wahrscheinlich hauptsächlich von Ihrem Floristen nebenan, der ihn in kleinen Töpfchen mit weiteren Glücksbringern, wie ein goldenes Hufeisen aus Papier, einen Schornsteinfeger und einen kleinen Fliegenpilz aus Plastik versehen ist.

Ich habe zu Silvester auch ein Töpfchen mit diesem Klee geschenkt bekommen. Da der Klee mehrjährig ist, sollten Sie ihn im neuen Jahr nicht einfach wegwerfen, sondern pfleglich behandeln und im Frühjahr evtl. auf Ihrem Balkon oder in Ihrem Garten auspflanzen.

Ich habe gerade das Problem, dass er auf der Fensterbank in der Küche steht und die Heizungsluft ihn stark austreiben lässt, so dass einige Stiele sich nach oben ranken. Er sieht aus wie Kraut und Rüben. Immerhin hat der Glücksklee eine Wuchshöhe von bis zu 20 Zentimetern.

Jetzt schon auf den Balkon bringen, sollten Sie vermeiden. Der vierblättrige Sauerklee ist nicht winterhart. Er mag einen hellen und vor allem kühlen Platz. Licht ist sehr wichtig. Heizungsluft lässt ihn ungleichmäßig wachsen.

Wenn Sie keine Lust haben, Ihren Glücksklee jetzt zu pflegen oder weil Sie es nicht können, weil Sie überall in der Wohnung die Heizung anhaben, dann lassen Sie ihn eintrocknen. Die Blätter bilden sich dann zurück und die kleinen Knollen können kühl und trocken bis zum Frühling überwintern. Ich freue mich schon auf die Blüten des Glücksklees und bin gespannt, ob diese weiß oder purpur sein werden.

Glücksklee ist vierblättrig und gibt es sehr günstig bei Ihrem Blumen- und Pflanzenverkäufer nebenan.
Glücksklee ist vierblättrig und gibt es sehr günstig bei Ihrem Blumen- und Pflanzenverkäufer nebenan.
Der vierblättrige Sauerklee wächst bei uns nicht auf der Wiese, sondern wird vor allem als Glücksbringer für Silvester herangezogen und verkauft.
Der vierblättrige Sauerklee wächst bei uns nicht auf der Wiese, sondern wird vor allem als Glücksbringer für Silvester herangezogen und verkauft.

Rote Rosen, rosa Rosen, gelbe Rosen, weiße Rosen…

Ja, es gibt sie in vielen Farben – die „Königin der Blumen“ – wie es heißt.

Rosen sind wirklich sehr schöne Zierpflanzen, aber zum Teil leider auch schon sehr überzüchtet. Die Rosenzüchtung begann vor rund 2000 Jahren. Die Früchte von Rosen sind übrigens Hagebutten!

Wenn ihr wissen wollt, wie ihr aus Hagebutten Tee selbst macht…. Hier entlang…

Der Gärtner unterscheidet zwischen Wildrosen und Kulturrosen. Rote Rosen gelten seit dem Altertum als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische. An dieser Stelle möchte ich einmal wieder auf Wikipedia verweisen. Das Portal bietet euch einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema Rosen: Wikipedia – Rosenartikel.

Wusstet ihr, dass jede dritte Rose, die an Valentinstag verkauft wird, aus Kenia stammt? Der Anbau von Rosen bietet den Menschen dort zwar viele Arbeitsplätze, aber gleichzeitig wird die Natur und das gesamte Ökosystem dort stark zerstört. Durch die Düngung und das Besprühen der Rosen mit Pestiziden gelangen diese Gifte ungefiltert ins Abwasser und schaden dabei Tier und Mensch und den anderen dort heimischen Pflanzen. Diese Infos habe ich aus einem interessanten Artikel der FAZ Online. Hier in voller Länge: „Rosen aus Kenia“.

Ein weiterer Artikel zu diesem Thema habe ich auf Zeit Online entdeckt: „Rosenkrieg“.

Meine Empfehlung: zum Valentinstag müssen es nicht immer Rosen sein! Wie wäre es mit einem handgeschriebenen Gedicht?!

Rote Rosen sind die farblich beliebtesten Rosen. Sie gelten als Symbol der Liebe. Foto: Andreas Lindow
Rote Rosen sind die farblich beliebtesten Rosen. Sie gelten als Symbol der Liebe. Foto: Andreas Lindow
Eine lachs-rosafarbene Rose aufgenommen von Andreas Lindow.
Eine lachs-rosafarbene Rose aufgenommen von Andreas Lindow.
Weiße Rosen gelten als geheimnisvoll. Foto: Andreas Lindow
Weiße Rosen gelten als geheimnisvoll. Foto: Andreas Lindow
Foto: Steffen Kalitta
Gelbe Rosen gibt es im Rosengarten im Golden Gate Park in San Francisco.
Bei einem Besuch in San Francisco darf ein Abstecher im Rosengarten des Golden Gate Parks nicht fehlen. http://www.golden-gate-park.com/rose-garden.html
Bei einem Besuch in San Francisco darf ein Abstecher im Rosengarten des Golden Gate Parks nicht fehlen. http://www.golden-gate-park.com/rose-garden.html
Roseninfografik
Roseninfografik, Quelle: Bakker Holland

Herbstbilder aus dem Botanischen Garten Berlin – tolle Pflanzenfotografie

Es ist Mitte Oktober und es ist nicht mehr zu übersehen: Der Herbst ist da! Als Vorbote des Winters hasse ich ihn. Denn ich mag keinen Winter. Die Monate Januar und Februar könnte ich getrost verbannen – meterologisch betrachtet. Stattdessen ist mein Vorschlag, den Januar an den Frühling zu packen. Was wäre es schön, wenn uns die Frühlingsblüte einen Monat länger erfreuen würde?! Und der Februar? Der dürfte meinetwegen gern den Herbst verlängern mit zwei Monate goldenem Oktober.

Aber da das Leben kein Wunschkonzert ist, freue ich mich derzeit über das bunte Laub und die letzten Herbstblüten. Die Sonne steht in einem wunderschönen Winkel zur Erde, so dass das Licht sich perfekt für Pflanzenaufnahmen eignet.

An dieser Stelle möchte ich euch den Fotografen Ugur Orhanoglu vorstellen. Er macht grandiose Bilder, wie ihr auf seiner Website www.ugur-boss.com selbst sehen könnt.

Für meinen Pflanzenblog ist er vergangenes Wochenende im Botanischen Garten in Berlin gewesen und hat ein paar Pflanzenaufnahmen gemacht, die für sich sprechen. Viel Spaß beim Betrachten!

Kaktusaufnahme von Ugur Orhanoglu
Stachelig und schön! Kakteen.
Gelb-Rote Blüte
Fotograf Ugur Orhanoglu hat mir ein paar beeindruckende Pflanzenaufnahmen zur Verfügung gestellt.
Hängende Blütenpracht.
Das schöne an Pflanzen- und Naturfotografie: Man muss die Natur nicht fragen, ob wir sie fotografieren dürfen!
Beeren am pinken Stil.
Lenkt eure Aufmerksamkeit auf die Natur. Sie bietet wahre Schönheiten.
Kleine haarige Pflanze.
Nahaufnahmen von Pflanzen sind ein Eye-Catcher.
Der Botanische Garten Berlin ist ein Highlight für Pflanzenliebhaber!
Blaue Blüten im Herbst.
Sieht aus wie eine grüne Raupe, ist aber eine Pflanze.
Beeindruckende Schöpfung der Natur!
Herbstblumen Botanischer Garten
Pflanzenfotos von Ugur Orhanoglu aus Berlin.

Blumen pur! Beim Blumenjäger gibt es sehr schöne preiswerte Schnittblumen für Zuhause oder das eigene Café im Szenekiez.

An einem Freitagmittag Anfang September bin ich für diesen Blogartikel beim Blumenladen „Blumenjäger“ mit der Inhaberin Iris Schüttken verabredet gewesen.

Blumengeschäfte gibt es in Berlin sehr viele. Fast an jedem S- oder U-Bahnhof haben wir die Möglichkeit, für ein paar Euro einen fertig gebundenen Strauß zu kaufen. Meistens dann, wenn wir auf dem Weg zu einem Geburtstag sind und wir noch schnell eine Kleinigkeit zum Überreichen benötigen oder wenn wir uns ein paar bunt gemischte Blümchen für die eigenen vier Wände holen möchten. Blumen sind einfach die natürlichste und schönste Dekoration. Und daher eben auch als Mitbringsel stets sehr beliebt.

Ich habe mit der Blumenjägerin Iris Schüttken gesprochen und sie nach ihrem Konzept für ihr Blumengeschäft befragt:

„Iris, wie bist Du auf die Idee gekommen, hier, in Prenzlauer Berg am Zionskirchplatz, einen Blumenladen zu eröffnen? Es gibt doch schon so viele im Umkreis.“

„Es gibt sicher viele Läden im Umkreis, aber nicht direkt hier am Zionskirchplatz. Außerdem biete ich meine Blumen günstiger an als die anderen Geschäfte.“

„Günstiger? Wie ist das möglich? Wie teuer ist denn z. B. eine rosafarbene Lilie, wie sie hier bei Dir gerade angeboten werden?“

„Das ist genau der Punkt: Ich biete generell keine einzelnen Blumen zum Verkauf an. Ich verkaufe Sie im Bund. Daher kann ich zehn Lilien manchmal schon für rund zehn Euro anbieten. Eine Lilie kostet woanders gerne mal zwei Euro fünfzig und mehr. Ich kaufe größere Mengen von einer Blumensorte ein. Dann kann ich sie auch wieder günstiger verkaufen.“

„Das heißt, ich kann jetzt nicht zu Dir kommen und sagen, dass ich eine rosafarbene Lilie haben möchte, drei weiße Dahlien und dazu noch ein wenig Grün, um den Blumenstrauß fülliger erscheinen zu lassen?“

„Richtig. Du kannst Dir bei mir keinen individuellen Strauß zusammenstellen oder binden lassen. Grünzeug habe ich auch gar nicht im Geschäft. Meine Blumen sind nicht zum Mitnehmen im fertig gebundenen Strauß für den 70. Geburtstag der Oma gedacht. Sie sind eher für meine Kundinnen oder auch Kunden geeignet, die sich ganz nach der Do-It-Yourself Manier die Blumen in ihrem Zuhause selbst zusammenstellen möchten und auf Schlichtheit setzen. Blume pur eben!“

„Welche Blumen hast Du aktuell in Deinem Sortiment?“

„Zurzeit habe ich sehr viele Hortensien. Teilweise 80 Stück und auch viele Dahlien in unterschiedlichen Farben.“

„Was ist mit Rosen? Die sind doch auch immer sehr beliebt…?!“

„Zu meinem Verkaufskonzept kommt hinzu, dass ich nicht auf Vielfalt setze, sondern nur auf zwei bis maximal vier Sorten. Damit kann ich eben über die Menge diesen günstigen Verkaufspreis garantieren und auch eine Frischequalität der Blumen gewährleisten.“

Die Blumenjägerin jagt also nach günstigen Blumenschnäppchen, damit ihr euch einen ganzen Arm voll Blumen mit nach Hause nehmen oder euer eigenes Szenecafé damit dekorieren könnt. Passend zu den Blumen gibt es im Souterrain von Iris Vintage-Vasen unterschiedlichster Größen, Farben und Formen zu kaufen, die sie von Flohmärkten des Berliner Umlandes mitgebracht hat. Die bemalten Geweihe in ihrem Blumengeschäft gehören nicht zum festen unverkäuflichen Inventar, sondern sind ein Muss für eure Wohnung, wenn ihr neben schönen Blumen auch noch einen unvergänglichen Hingucker haben wollt.

Während ich so mit Iris im Gespräch vertieft gewesen bin, verkaufte sie einen Bund Hortensien an eine Frau, die diese für ein Fotoshooting benötigte, einen Bund frischer Äste mit roten Beeren an eine andere Frau für die Dekoration ihres Wäscheladens quasi nebenan und einen Bund voll weißer Dahlien an eine Dame, die damit ihren Esszimmertisch schmücken wollte. Ich weiß ja, dass ich demnächst direkt zum Blumenjäger fahren werde, wenn ich in meiner Wohnung für ein gelungenes Wohlfühlambiente mit Hilfe von Blumen sorgen möchte.

Weitere Infos gibt es auf der Facebookseite: https://de-de.facebook.com/blumenjaeger

Der Blumenladen von Iris befindet sich in der Zionskirchstraße 38, 10119 Berlin.

Beim Blumenjäger leuchten die Dahlien in Purpur.
Beim Blumenjäger leuchten die Dahlien in Purpur.
Rosa Lilien. Traumblüten!
Rosa Lilien. Traumblüten!
Dahlien sind Spätsommerblumen.
Dahlien sind Spätsommerblumen.
Inhaberin Iris Schüttken hat ihren Traum vom Blumengeschäft verwirklicht.
Inhaberin Iris Schüttken hat ihren Traum vom Blumengeschäft verwirklicht.
Im Blumenjäger gibt es auch Vintagevasen und kunstvoll bemalte Geweihe.
Im Blumenjäger gibt es auch Vintagevasen und kunstvoll bemalte Geweihe.
Zehn Inka-Lilien für acht Euro.
Zehn Inka-Lilien für acht Euro.
Dahlien sind keine Langstreckenblumen.
Dahlien sind keine Langstreckenblumen.
Hortensien sind wahre Prachtblumen.
Hortensien sind wahre Prachtblumen.
Iris verkauft nicht nur Blumen im Bund, sondern auch Blumenzubehör.
Iris verkauft nicht nur Blumen im Bund, sondern auch Blumenzubehör.
Das Logo vom Blumenjäger ist gelungen!
Das Logo vom Blumenjäger ist gelungen!