Wilder Fenchel auf Sardinien – ein Duft von Anis liegt in der Luft

Wilder Fenchel im Mittelmeergebiet beheimatet

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich kurz den Wilden Fenchel genannt. Dieser ist auf Sardinien und generell im Mittelmeergebiet sehr weit verbreitet und, wie der Name schon sagt, verwildert. Ursprünglich ist die Pflanze im Mittelmeergebiet kultiviert worden.

Wenn es auf Sardinien nach Anis duftet…

Auffallend ist der anisähnliche Duft, der einem in die Nase steigt. Der Wilde Fenchel wächst ziemlich hoch – 40 bis 200 cm – und ist daher eigentlich nicht zu übersehen. Sehr schön filigran sind die Laubblätter anzusehen, die zwei- bis dreifach gefiedert und haarförmig geschlitzt sind. Damit kann man Fenchel sehr gut erkennen.

Wo wächst der Wilde Fenchel am besten und wofür wird er verwendet?

An einem warmen, trockenen Standort mit nährstoff- und basenreichem Lehm- oder Lössboden. Fenchel kennt jeder als Fencheltee oder Fenchelhonig, der sehr viele gesundheitsfördernde ätherische Öle enthält, aber auch Kieselsäure, Mineralsalze, Vitamin A, B und C. Fenchel wird als traditionelles Hausmittel bei Erkältungen und bei Störungen des Magen-Darmtraktes eingesetzt. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit und den Geschmack an den süßen Fenchelhonig mit Anisgeschmack erinnern. Jedes Mal, wenn ich erkältet gewesen bin, musste ich einen großen Esslöffel davon einnehmen. Ob ich wollte oder nicht.D ie sehr aromatischen Pollen des Fenchels können ebenfalls verwendet werden. Vor allem als Gewürz.

Fencheltee soll krebsfördernd sein.

Allerdings habe ich vor kurzem noch gelesen, dass gerade im Fencheltee die Stoffe Methyleugenol und Estragol enthalten sind, die krebsfördernd sein sollen. Nachzulesen beim Bundesinstitut für Risikobewertung.

Wilder Fenchel (lat. Foeniculum vulgare var. vulgare). Ausführlich nachzulesen auf Wikipedia. 

Dunkelgrüne bis leicht bläulich schimmernde Stiele des Wilden Fenchels.
Oristano ist bekannt für seine Feuchtgebiete, in denen die Flamingos ihre Jungen großziehen. Hier wächst viel Wilder Fenchel.
Riesengroße gelbe Dolden.
Auf Sardinien im Mai blühte der Fenchel mit großen Dolden bis zu zwei Meter hoch und war daher nicht zu übersehen.
Fencheltee, Fenchelhonig, Fenchelgewürz.
Fenchel ist eine sehr filigran aussehende Pflanze.
Vor zuviel Verzehr warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.
Wilder Fenchel oder allgemein Fenchel schmeckt hervorragend in Green Smoothies. Vorausgesetzt man mag den Anisgeschmack.
Charakteristisch ist der anisähnliche Duft, den die Heilpflanze ausströmt.
Wilder Fenchel wächst auf Sardinien überall.

Ein sardischer Kräutergarten in Milis (Oristano)

Hier kommt: kurz und knapp der nächste Sardinienbeitrag!

Durch Airbnb Land und Leute besser kennenlernen

Zum Kennenlernen von Land und Leuten nutze ich hauptsächlich das Portal Airbnb. Hier gibt es viele nette Apartments oder Privatzimmer, die es mir ermöglichen, direkt vor Ort einen meist einheimischen Ansprechpartner zu haben, der einem nützliche Tipps geben kann (wo ist das nächste Café?, ist das der schnellste Weg zum Strand?, welche Bar ist am Angesagtesten?…)!

Milis – ein verschlafenes Örtchen im Westen Sardiniens

Auf Sardinien hatten mein Mann und ich insgesamt vier verschiedene Apartments kennengelernt und wir hatten bei allen Glück gehabt. Sie waren genauso wie auf dem Portal Airbnb beschrieben. Eines davon befindet sich in dem Örtchen Milis (Provinz Oristano) im Westen der Insel. Milis hat gerade einmal rund 1.600 Einwohner und ist wirklich sehr beschaulich.

Ein Apartment mit Kräutergarten

Wir übernachteten im 1. Obergeschoss. Im Erdgeschoss wohnt die Gastgeberin Michela. Sie besitzt einen Kräutergarten mit Salbei, Basilikum, Minze, Melisse, Lorbeer, Wein, Rucola etc.

Der Kräutergarten war ein wildes Durcheinander von all diesen grünen Pflanzen. Aber gerade das machte diesen Garten so charmant und interessant. Ein tolles Highlight waren die beiden kleinen Katzenkinder, die sich gut im Grün verstecken konnten.

Lorbeerblätter als Geschenk

Mitten im Kräutergarten von Michela steht ein kleiner Baum. Ein Lorbeerbaum. Ich habe vorher noch nie einen live und in Farbe irgendwo wachsen gesehen. Ich kenne nur die getrockneten Blätter in der Gewürzabteilung jedes gut sortierten Supermarktes. Michela freute sich über meine Entdeckung und schnitt drei große Nebenzweige voller Blätter für mich ab. Ich zupfte jedes einzelne Blatt ab, und nahm die Blätter mit nach Berlin. Jetzt brauche ich die nächsten zehn Jahre keine Lorbeerblätter mehr kaufen 😉

Zwei Katzenkinder in Michelas Kräutergarten.
Zwei Katzenkinder in Michelas Kräutergarten.
Katzen lieben Italien.
So ein Kräutergarten eignet sich zum Verstecken für so kleine Katzen, wie dieser!
Lorbeerblätter haben einen intensiven Geschmack und gelten als Heil- und Gewürzkräuter.
Rund 40 Lorbeerblätter durfte ich mit nach Berlin zurück nehmen. Ein Küchentraum! 🙂
Minze gedeiht an den meisten feuchten Standorten. Überwiegend auf der Nordhalbkugel.
Im wilden Kräutergarten von Michela wächst auch grüne Minze.
Fencheltee hilft bei Magen-Darm-Beschwerden.
Auf Sardinien wächst unheimlich viel von wildem Fenchel.
Auf Sardinien wächst Basilikum im Garten.
Wir kennen überwiegend den gezüchteten Basilikum für 1,99€ im Kräutertöpfchen, der sich meistens nicht lange hält.
Melisse eignet sich getrocknet als Melissentee.
Im Kräutergarten unserer Hastgeberin wächst Melisse.